Die Höhner
"360° LIVE@Lanxess Arena"
Der Terminkalender der Höhner, des Exportguts kölscher Lebensart schlechthin, war nie so gefüllt wie 2008. Unendlich viele Konzerte, in denen die sechs Muntermacher aus der Domstadt und ihre Musik von zahllosen Fans zwischen Flensburg und München und zwischen Dresden und Rheine ausgiebig gefeiert worden waren, hätten jedes andere Sixpack vermutlich ermüden lassen. Dem energetischen Diamanten Höhner gaben sie indes den Feinschliff, der ihren Konzerthöhepunkt 2008 zu einem wahren Fest werden ließ.
Am 24. Oktober 2008 fand in der Kölner Lanxess Arena ein Jubiläumskonzert statt, das - und in diesem Fall sind sich sowohl die Band, als auch Fans und Kritiker einig - zu einem gigantischen Fest der Sinne geworden war. Mit der neuen Live-Doppel-CD "360° Live@Lanxess Arena", veröffentlichen die Höhner jetzt nicht nur die Highlights des gut vierstündigen Konzerts. Sie lassen mit ihrem neuen CD-Doppelpack auch ihre bisherigen 35 Karrierejahre Revue passieren. Insofern ist der Titel des neuen Höhner-Live-Mitschnitts perfekt gewählt: einen 360°-Blickwinkel, also einen Einblick in das komplette kreative musikalische Schaffen der Höhner bietet die neue CD.
Und wie es bei einer Band mit 35 Jahren stetig wachsender Erfolgskarriere nun mal so ist, lassen die sechs Kölner dabei keine ihrer vielfältigen Facetten aus. Die Aufteilung des neuen doppelten Silberlings in einen Partyblock auf CD 1 und einen Block, der Emotionen weckt auf CD 2, macht dabei durchaus Sinn. Es gibt eben nicht nur eine Seite der Höhner-Aura, sondern mindestens zwei. CD 1 beginnt mit dem Nummer Eins-Song "Wenn nicht jetzt, wann dann?" und ist, randvoll gefüllt mit Höhner-Hits wie "Viva
Colonia", "Echte Fründe" und "Jetzt geht's los", ein kontinuierlicher Garant für jede Party. Aber weit gefehlt, wer dabei an Wiederaufbereitungen der gleichen Versionen bekannter Höhner-Songs denkt. Schließlich war das denkwürdige Konzert in der Lanxess Arena so aufgeteilt, dass möglichst viele Aspekte des Höhnerschen Schaffens integriert worden waren. So wurden bekannte Songs in der Manier der "Rockin' Roncalli Shows", mit einem 15köpfigen Brass-Ensemble, einem Gospel Chor oder in der Art der "Höhner Classics"-Versionen gespielt.
Der Tradition der "Höhner Classics" - Konzerte ist auch die neue Single "NaJuCo" zu verdanken, wie Höhner-Bassist und -Sänger Hannes Schöner
erzählt. "Die Junge Sinfonie Köln, mit der wir seit 15 Jahren unsere ‚Höhner Classics' - Konzerte aufführen, hatte uns mit einer Idee überrascht. Normalerweise singen wir immer und lassen uns von den Sinfonikern begleiten. Für ‚NaJuCo' tauschten wir die Rollen. Die Sinfoniker sangen und wir begleiteten sie. Dafür hatten sie den ‚Gefangenen Chor' aus Verdis ‚Nabucco' in die Sprache der Höhner übersetzt, was zu einem absoluten Höhepunkt unseres diesjährigen Jubiläumskonzerts in Köln geworden war." Und für was steht "NaJuCo"? "Wir haben die Junge Sinfonie kurzerhand in den Nationalen Jubiläumschor umbenannt", antwortet Hannes Schöner scherzhaft. Wiederum weit gefehlt, wer denkt, dass Verdi nichts auf einer Party-CD der Höhner zu suchen hätte. Mit einem Uptempo-Teil geht "NaJuCo" mindestens genauso ab wie "Dä kölsche Pass".
CD 2 sorgt mit dem Aufgreifen einer Kölschen Tradition für pures Gänsehautgefühl, ohne den Partycharakter von "360° Live@Lanxess Arena"
zu vernachlässigen. "Loss mer singe", eine Kölner Kneipentradition wurde dabei in der Lanxess Arena von den Höhnern aufgegriffen und zu ihrer Jubelfeier in großem Maße neu belebt. Das Publikum in der Lanxess Arena bildete dafür einen gigantischen Chor, der Songs wie "Kumm loss mer fiere", "Levve und levve losse" und "Spar ding Dräum nit op" begeistert mitsang. "Dem Chorgesang und den leuchtenden Augen des Publikums konnten wir uns auf der Bühne überhaupt nicht entziehen", erinnert sich Hannes Schöner. "Für uns fühlte sich dieser Teil des Konzerts, der jetzt auf der zweiten CD unserer neuen Live-Platte erscheint, wie ein Club-Auftritt vor gigantischer Kulisse und dem besten Publikum der Welt an. Viele der Lieder auf der zweiten CD gab es schon in verschiedenen Formen, live oder als Studioaufnahmen, auf unseren bisherigen Platten. Aber in dieser Form gab es sie bislang noch nicht zu hören. Die zweite CD besitzt wegen des Publikumschors ganz besondere authentische, echte Gefühle."
Wer feiern will, wer sich im Sinne der Höhner in Stimmung bringen will, ist mit "360° Live@Lanxess Arena" bestens bedient. Abgerundet wird das
27 Titel umfassende Doppelalbum von zwei neuen Studioproduktionen, dem Song "Üvverall op der Welt jitt et Kölsche - Wir verbinden Köln" und einer zusätzlichen Studioversion von "NaJuCo", die ganz sicher ihren festen Platz im
inzwischen fast schon epischen Repertoire der Höhner und natürlich in den Herzen ihrer Zuhörer finden werden. Darüber hinaus wird jeder Käufer der CD mit einer Fülle an Bonusmaterial beschenkt. Wer die CD in den Computer einlegt und sich damit auf der Website www.hoehner.com/bonus registriert, erhält Zugang zu zwei Videos aus der WDR-Ausstrahlung des Konzerts vom 24.10.2008 und kann zwei Songs gratis downloaden - "NaJuCo Colonia" als Original Walzer Version in Karaoke-Form mitsamt Textausdruck zum Mitsingen und "Kumm eren" vom Hoehner & Wilmas Pänz-Album "Nase vorn". Damit nicht genug, liegen auch bislang unveröffentlichte Fotos vom Konzert in der Lanxess Arena und Studioporträts zur Ansicht bereit.
Was jetzt, nach diesem grandiosen Rundblick-Album noch kommen kann,
mögen sich manche Fans der Höhner fragen. "Wir sind als Band ein offenes
System", sagt Hannes Schöner. "Es gibt keine vorgefertigten Schemata nach denen unsere Band funktioniert. Am Anfang, 1973, standen die Höhner im Federkostüm auf der Bühne. Inzwischen hatten wir mit ‚Wenn nicht jetzt, wann dann?' einen landesweiten Nummer-Eins-Hit. Die Wörter ‚das geht nicht' versuchen wir soweit wie möglich zu vermeiden. Insofern blicken wir gespannt und mit großem Vertrauen in unsere Möglichkeiten in die Zukunft unserer Band." Und die hat mit "360° Live@Lanxess Arena" gerade erst so vital und energiegeladen begonnen, wie sie nur eine Band mit 35jähriger Karriere zu beleben vermag.
Quelle: EMI
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