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"."

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Lotti Helmut

Ein ternärer Rhythmus - das sagt vielen Leuten meist nichts. Helmut Lotti shuffelt respektive singt auf die entsprechende Frage hin die Antwort vor. Fehlerlos, versteht sich. Denn das Ternäre bestimmt den Swing in der Swingmusik. Aber vergessen wir das Technische. Lassen wir uns vom Meister und Beherrscher der stimmlichen Emotion und seiner mehr denn je grossen Fachkenntnis verführen. Lassen wir uns mitreißen von den Melodien seiner Lieder, über alle denkbaren Höhen hinweg und in alle Tiefen der romantischen Seele Lottis. Schließlich steht er mehr denn je mit beiden Beinen fest auf der Erde.  Und lassen wir unsere Finger ununterbrochen mitschnippen zu den Klängen der Bläser. Was für ein Swing! Ja, dies ist “Time to Swing”, die jüngste musikalische Reise eines unnachamlichen Talents.

“Es liegt eine klare Beständigkeit, eine logische Fortsetzung in jeder Verlängerung meiner musikalischen Reise”, erzählt Helmut Lotti. Mit dieser Aussage nährt er einmal mehr den Eindruck, dass alles in seiner Kunst mühelos geschieht. Dies ist es immerhin, was ein Talent unnachamlich macht. Immer wieder zeichnen sich in Helmut Lotti’s Kopf auf diese Weise Meisterwerke ab, deren Umfang und Wirkung augenblicklich nicht abzuschätzen sind.

Seit 1995 fungiert das Ausnahmetalent Lotti nun schon auf diese Weise. Denn seit 1995 ist nichts mehr so, wie es scheint. In jenem Jahr durchbricht Helmut Lotti die magische Grenze, vor der jeder wahrhaftige Künstler irgendwann steht. Landesgrenzen werden überschritten und es hagelt Verkaufsrekorde:12 mal Platin für Helmut Lotti Goes Classic, The Red Album.  Mehr noch: heute können wir mit Fug und Recht sagen, dass Helmut Lotti in diesem gesegneten Jahr 1995 seinen künstlerischen Stil, seine musikalische Destination findet, die ihn von einer Reiseetappe zur nächsten führt. 

Die Goes Classic - Trilogie von 1995 bis 1998, wird, wie es so schön ist mit Trilogien, in vier Teilen vorgelegt und beweist obendrein noch mit einer Classical Christmas -  Ausgabe ihren historischen Wert für die musikbegeisterte Welt. Das Publikum bei den World Music Awards in Monaco, Länder wie Südafrika, Kanada und Deutschland, oder die zahlreichen Zuhörer in der Avery Fisher Hall in New York und Christmas in Vienna neben Placido Domingo - man geht kollektiv auf die Knie vor dem Charme und dem unbestreitbaren Talent des ewig jugendlichen Helmut Lotti.

Auf Out of Africa (1999) öffnet der ehrenamtliche UNICEF-Botschafter sein großes Herz für den Pulsschlag eines Kontinents. Latino Classics (2000) und Latino Love Songs (2001) schreiben mit karibischer Selbstverständlichkeit die Liebe auf ihre Fahnen. Auch 2004 sucht Helmut Lotti einen neuen musikalischen Weltteil auf: From Russia With Love. Während My Tribute To The King (2002) und Pop Classics in Symphony (2003) ihn wieder dorthin zurückbringen, wo er sich allzeit zu Hause fühlt: in der zeitlosen Popmusik.

2006 zeigt sich Helmut Lotti auf der ersten CD des Doppelalbums The Crooners autobiografisch. Auf My Way stehen zwölf Perlen aus eigener Hand. Auf The American Way lässt er seine Bewunderung für ein Dutzend Grossmeister erklingen, die ihm vorangingen: Perry Como, Bing Crosby, Nat King Cole und viele andere. Einige dieser Namen finden wir auch auf Time To Swing  wieder. Und doch steckt das jüngste Meisterwerk Helmut Lottis voller Überraschungen.

Von “Classic” zu “The Original”

Mehr denn je erweist sich Helmut Lotti auf Time to Swing als Hüter des Originals. Kennen alle Mack The Knife? Helmut Lotti setzt als Bonus noch den Track Mackie Messer obendrauf, das Original aus der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill. Wer weiss, dass sich More aus einem italienischen Original speist? Helmut Lotti lässt zum Beweis Ti Guardero Nel Cuore erklingen. Hört sich Beyond the Sea einfach wie Filmmusik in Ihren Ohren an? Helmut Lotti führt Sie zurück zu La Mer von Charles Trenet. Und auf welche Fährte lockt eigentlich die mexikanischen Perle Perfidia von Xavier Cugat? Ein zusätzliches Bonbon kommt überdies von jenseits des Kanals geflogen. L.O.V.E. ist ein Duett mit Clare Teal (35), die drei Jahre lang hintereinander zur besten britischen Jazzsängerin des Jahres gekürt worden ist. Dank Helmut Lotti kann nun der Rest der Welt diese Queen of Swing kennenlernen.

Selbst wenn er sich auf den Pfad der allbekannten Swingklassiker begibt, springen einem doch die frischen Arrangements von Helmut Lotti und Wim Bohets ins Auge, die peinlich genau bearbeitet, mit feinem Gespür für den Swing von damals und heute brillieren. Lauschen Sie der Verbindung von That’s Life und dem Romantiker Fly Me To The Moon. Beachten Sie die Nuancen von Danke Schön und den Fatalismus von Cabaret. Lassen Sie sich verblüffen durch die stilisierte Grobheit von Bad, Bad Leroy Brown und die heftig ansteigende Temperatur bei Fever. Machen Sie sich bewusst, dass Swing Berührungspunkte aufweist mit Country in King Of The Road und dass sich der geistige Vater des Rock’n Roll in Reet Petite zeigt.

Und inmitten all dieser legendären Namen und Welthits präsentiert Helmut Lotti ein weiteres Mal ein vielseitiges Quartett an Liedern aus eigener Hand. In Heavenly Match On Earth schlägt die Liebe ein wie ein Blitzschlag. In In The Arms Of A Stranger schiesst die Liebe am Ziel vorbei. Around You beinhaltet eine weise Lebenslektion. Und der Titelsong Time To Swing zieht alle Register und zeigt, dass Swingmusik im Allgemeinen und hier im Speziellen etwas Besonderes ist.

Es scheint wahrhaftig eine klare Beständigkeit in jeder Verlängerung von Helmut Lottis musikalischen Reisen zu stecken. Denn kein anderer Künstler weiß Klassik und Original so fehlerlos mit seinem eigenen erkennbaren Touch zu verschmelzen. Mit seinem unverfälschtem Stempel, seiner wahrhaften Handschrift, seiner höchstpersönlichen Signatur: Helmut Lotti.

Quelle: Sony BMG