Milva
Eine tolle Frau. Eine einzigartige Künstlerin. Eine unvergleichliche Stimme.
Am 17. Juli 1939 kommt sie als Maria Ilva Biolcati in der Kleinstadt Goro bei Ferrara auf die Welt. Bereits 1959 beginnt ihr unaufhaltsamer Aufstieg: Milva gewinnt einen Talentbewerb und setzt sich erfolgreich gegen 7.600 Mitbewerber durch.
1961 nimmt sie erstmals am weltberühmten Festival von San Remo teil und verdreht ganz Italien den Kopf. Wenig später wird sie von den italienischen Kritikern zur "Sängerin des Jahres" gewählt und steht in dem Kinofilm "La Bellezza Di Ippolita" neben der grossen Gina Lollobridgida erstmals vor einer Filmkamera.
1963 lernt sie ihren späteren Ehemann, Maurizio Corgnati, kennen und findet ihr privates Glück. Milva zieht es zum Theater. Sie tritt in Musicals und Opern auf. Sie spielt bevorzugt Brecht und Weill. Sie wird mit Preisen und Edelmetall-Auszeichnungen überschüttet. Nach unzähligen Gastspielen in Europa, tritt sie 1990 erstmals im Madison Square Garden in New York auf. Hauptrollen in Wedekinds "Lulu" oder der "Fledermaus" von Johann Strauss folgen. Mit "Lieder zwischen zwei Kriegen" geht sie auf große Tour durch Japan.
In Berlin steht Milva 2001 für den UFA-Film "Heimat Ost" erstmals wieder in Deutschland vor der Kamera.
Mit ihrem Album "Artisti", ebenfalls aus dem Jahre 2001, zieht Italiens Ausnahme-Entertainerin musikalisch Bilanz und blickt auf ihre 40-jährige Karriere zurück. Trotzdem stand für Milva völlig ausser Frage, ein Greatest-Hits-Album abzuliefern, wie man das nach so langer Zeit im Rampenlicht gerne mal in Betracht zieht. Und so bietet "Artisti" überwiegend neues Songmaterial. Das Spektrum ist abwechslungsreich. Milva vertraut auf ihre jahrelange Showerfahrung. Seit 25 Jahren tritt sie regelmässig in Deutschland auf, kennt ihre Fans hierzulande bestens. 1976 wurde ihr gar der "Deutsche Schallplattenpreis" überreicht.
Auch heute noch legt sie alles in ihre Stimme. Das hört man zum Beispiel bei dem Lied "Weitergehn", mit Sicherheit eines der Highlights der letzten Konzerte.
"Artisti" versteht Milva als eine Huldigung an eine Gruppe, der sie sich sehr verbunden fühlt; gemeint sind damit die Kollegen "in spirito", im Geiste also. Künstler jeglicher Coleur, ganz gleich ob Schauspieler, Gaukler, Sänger, Musiker, Maler oder Zauberer.
Der Titel "Aria" wurde anlässlich des Rom-2000-Jubiläums geschrieben und stammt aus der Feder des talentierten Komponisten Sergio Rendine.
Mit dem Lied "Ave Maria" macht Milva noch mal auf Ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem legendären argentinischen Tangokönig Astor Piazzolla aufmerksam. Das Lied stammt aus der Piazzolla-Oper "Maria de Buenos Aires", die mit grossem Erfolg 2001 am Stadttheater Bozen aufgeführt wurde - mit Milva in einer der Hauptrollen.
Wenn sich ein Album thematisch um die Künstler dreht, dann dürfen diese - in welcher Form auch immer - nicht fehlen; auch wenn es sich nur um Anleihen oder Zitate ihrer Arbeit handelt. So findet sich Milvas 83er-Hit "Komm zurück", getextet von Heinz Rudolf Kunze, in einer neuen Version.
Den deutschen Titel "Komm halt mich fest" hält Milva des Klanges wegen sogar für viel aussagekräftiger als das spanische Original "Abrazame" von Julio Iglesias. Auf "Artisti" reduziert sich Milva nicht nur auf eine Art musikalische Botschafterin Italiens, sie präsentiert sich vielmehr stilsicher, mehrsprachig und elegant als sanfte Kriegerin der schönen Künste.
Milva gehört also unbestritten zu den ganz großen Damen des Deutschen Schlagers. Das war der Grund, warum im Jahre 2001 das TV-Special "Artisti - Das beste von gestern und heute" entstand, in dem Milva zusätzlich zu den Schmankerln der CD ihre grossen Hits wie "Hurra wir leben noch" oder "Freiheit in meiner Sprache" vor der wunderschönen Kulisse des Comer Sees zum Besten gibt.
Dieses TV Special erschien bereits als VHS Kaufkassette: das erste Video, das es von Milva überhaupt gab! Im Jahr 2005 verabschiedete Milva sich von den Bühnen der Welt und sagte ihren Fans Lebewohl. Mit im Gepäck hatte sie natürlich ihre beliebtesten Hits.
Quelle: Sony BMG
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