Pfarrer Franz Brei
Der katholische Pfarrer Franz Brei, geboren 1968 in Vorarlberg, begleitet seit 2004 die Menschen im Pfarrverband Hatzendorf in der östlichen Steiermark, der auch die Orte Breitenfeld und Unterlamm umfasst.
Der engagierte Kirchenmann sieht seine Arbeit in den Pfarren vor allem als Hinführung aller Menschen – egal ob Fernstehende oder schon tief in der christlichen Gemeinschaft verwurzelte – zum Bewusstsein der Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes. Immer wieder stellt er sich die Frage: „Wie erreiche ich die Menschen? Wie inspiriere ich sie zum Glauben?“
Aus dieser Frage ist sein großes pastorales Engagement zu erklären. Er nimmt sich Zeit für die Menschen und geht auf sie zu, wo immer er kann. Ob es bei einer Motorradsegnung oder bei einem Stammtischgespräch, bei einem Krankenbesuch
oder bei der Feier der Messe ist: Pfarrer Brei ist da und nimmt sich Zeit.
Auf seine Initiative geht die Errichtung der sogenannten „Lourdesgrotte“ in Unterlamm zurück, die gemeinsam mit der Gemeinde und lokalen Initiativen durchgeführt wurde. Rund um eine Reliquie der Hl. Bernadette entwickelte sich in den letzten Jahren rege Wallfahrtstätigkeit, die der ganzen Region einen wichtigen spirituellen Impuls gibt. Dass Pfarrer Brei auch singen kann, hat er schon 2007 unter Beweis gestellt: Nach einer Idee von Amalia Pfundner wurde mit ihr gemeinsam die CD „Himmlische Klänge“ mit volkstümlicher und neuer geistlicher Musik aufgenommen, die inzwischen buchstäblich tausenden Menschen einen neuen Glaubenszugang eröffnet hat.
Am 30.5.2009 durfte Pfarrer Franz Brei den Titel „Das Leben“ (Musik: Walter Wessely / Text: Herbert Hirschler) im Rahmen der Österreich-Vorausscheidung zum Grand Prix der Volksmusik präsentieren und stellte sich damit auch einer kritischen Öffentlichkeit, die zum erstenmal mit einem Priester in dieser Rolle konfrontiert wurde. Das Echo war überwältigend: Beinahe ein Viertel aller Anruferinnen und Anrufer gaben ihre Stimme für diesen Titel ab.
Vermutungen, dass er sich nunmehr eher auf eine musikalische als auf eine spirituelle Karriere konzentrieren will, begegnet er mit einem Lächeln. „Meine Berufung ist das Priesteramt. Diese neue Art von musikalischer Erfahrung ist wunderbar, aber sie wird einzigartig bleiben.“
Quelle: Ariola
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