21.03.2013 07:00:45

Bluatschink: „DinnaDaussa“, VÖ: 22.03.13

Nach langer Pause erscheint 2013 wieder eine neue Bluatschink-CD mit Ohrwürmern im Lechtaler Dialekt. Dazu gibt es in diesem Jahr auch ein Doppel-Jubiläum: 20 Jahre Bluatschink und 50 Jahre Toni Knittel. Wenn das kein Grund zum Feiern ist? Als Vorbote auf das Album, das am 22. März erscheint, gibt es ab Februar (digitale Ver-öffentlichung 22.02.13) bereits die gleichnamige Single auf allen gängigen Download-Portalen zu kaufen. Und das ist dann bereits das zweite „Häppchen“ aus diesem Album, das von Bluatschink serviert wird. Denn im Frühjahr 2012 hat das Lied „Am Lech entlang“ bereits für einen ersten Achtungs-Erfolg gesorgt, weil es sich mehrere Wochen als einer von ganz wenigen heimischen Songs in den österreichischen Single-Charts halten konnte. Damit war allen klar: Der Songwriter mit dem markanten Dialekt hat sein Handwerk nicht verlernt und der Anschluss an frühere Erfolge ist nahtlos geglückt!

In den letzten Jahren sind vom Musikprojekt „BLUATSCHINK“ unter Mastermind Toni Knittel hauptsächlich Kinder-CDs produziert worden und unzählige Familien-Konzerte zu hören gewesen. Aber auch in Sachen „Musik & Kabarett für Erwachsene“ war der Lechtaler Musiker nicht untätig und so ist über mehrere Jahre hinweg eine große Zahl von neuen Liedern entstanden, die wie eh und je dem Motto „Heiter-Kritisch-Schnulziges im Lechtaler Dialekt“ entsprechen. Wieder ist es der erstaunlich breite Spagat zwischen gefühlvollen Balladen, tiefgründig-gesellschaftskritischen Texten und gnadenlosem Geblödel, für den das Programm des Tirolers immer schon geliebt wurde.

Der Titel „DinnaDaussa“ steht für ein Markenzeichen von „Bluatschink“: Die Texte sind alle autobiographisch und darin lässt Toni Knittel alle Gedanken und Gefühle, die ihn tief im Inneren bewegen, durch seine Musik nach draußen klingen. Ein Großteil der Lieder wurde bereits live getestet und die Reaktionen des Publikums waren überwältigend: Diese Direktheit und Ehrlichkeit berührt so unmittelbar die Seele des Zuhörers, dass man nicht nur mit einem Text-Zitat aus dem Titellied sagen kann:
„Von inna-dinna will’s nach aussa-daussa!“
Sondern es gilt auch der Umkehrschluss:
„Vo aussa-daussa geht’s ganz nach inna-dinna!“


Wir leben in einer Zeit, in der austauschbare Casting-Kandidaten die vorgegebenen 08/15-Texte ihrer Produzenten sinnentleert herunterleiern. Es gibt raffinierte Computer-Programme, die  nach der Eingabe von Kalenderblatt-Sprüchen geschliffen klingende Schlagertexte ausspucken. Es wird in einer Welt der Äußerlichkeiten und des perfekten Stylings immer mehr Wert auf das Drumherum gelegt und die Aussage von Texten tritt total in den Hintergrund.

Und genau da setzt sich dieser Tiroler Mundart-Handwerker mit seiner Gitarre hin und schreibt Lieder, in denen er sich die Themen so direkt und unmittelbar von der Seele schreibt, dass man auch als Zuhörer nur noch mitsingen kann:
„Vo inna-dinna will’s nach aussa-daussa …“

Als Sinnbild für dieses wechselseitige Dinna-Daussa-Gefühl steht die Tür, die auf dem CD-Cover zu sehen ist. Unmittelbar am Ufer des Wildflusses Lech hat der Allgäuer Künstler Guenter Rauch seine Kunstinstallation „Porta Alpinae“ in die Natur gestellt. Sie lädt zum Philosophieren ein: Bin ich jetzt „dinna“ oder „daussa“?

Es sind auf dem Album wunderbare Balladen zu hören wie „So wia du bisch“ oder „Zum Niederkniala schea“. Viele Songs wie z.B. „100.000 Liebesliader“ sind in dem erfrischenden und mitreißenden Pop-Sound gehalten, für den Bluatschink spätestens seit „Funka fliaga“ oder „I han di gera“ bekannt ist. Aber es fehlt auch so mancher zeitkritische Gedanke nicht wie zum Beispiel in Songs wie „Bluatrausch“, in dem Knittel in einem sehr bissigen Text die Auswüchse des Raubtier-Kapitalismus aufzeigt. Aber daneben wird in Songs wie „Des söll a Berg sei“ oder „Blöde Idee“ gleich wieder so gnadenlos herumgeblödelt, dass jedem Bluatschink-Kenner klar wird: Diese Songs werden auch bei den Live-Konzerten die Highlights des Programmes werden!

2007 hat sich mit Peter Kaufmann die eine Hälfte des Musik-Duos aus dem Musikgeschäft zurückgezogen. Und da kam dem Liedermacher Toni Knittel zugute, dass er mit seiner Frau Margit nicht nur eine bildhübsche Lechtalerin, sondern auch eine tolle Musikerin mit einer wunderbaren Stimme geheiratet hat.

Toni Knittel: „Margit hat ja immer schon bei den Chören im Studio mitgesungen und war auch bei den großen Open-Airs als Chorsängerin auf der Bühne dabei. Bei der neuen Besetzung spielt sie jetzt wirklich eine Hauptrolle. Und wenn wir die alten Bluatschink-Lieder jetzt bereits gemeinsam proben, dann zaubert mir das immer ein Lächeln auf die Lippen. Denn durch ihre bezaubernde Stimme werden da teilweise komplett neue Lieder daraus. Und die Lieder der neuen CD wurden ja sowieso extra so komponiert, dass sich unsere beiden Stimmen gut ergänzen. Wenn man also wegen der Zweistimmigkeit immer von der „Tiroler Antwort auf Simon & Garfunkel“ gesprochen hat, dann wird halt jetzt aus dem Simon eine Simone – aber die Zweistimmigkeit ist neben dem Dialekt nach wie vor das absolute Markenzeichen!“

Quelle: Irene Gehrsitz/Gi Public Relations