30.07.2012 09:21:55

Dorfrocker: „Roll den roten Teppich aus“, VÖ: 27.07.2012

Sie verbinden Lederhose und E-Gitarre, ihr Chart-Breaker „Vogelbeerbaum“ ist in aller Munde und wo sie auftreten, geht die „Lutzzzi“ ab – die Dorfrocker! Dass sie aus einem Dorf stammen, dazu stehen die drei Brüder nicht nur, sie haben jüngst sogar extra eine musikalische Abstammungsurkunde kreiert: „Dorfkind“, zu hören auf dem neuen Album „Roll den roten Teppich aus“. Mittlerweile das fünfte in sechs Jahren, nicht eben selbstverständlich in deutschen Musiklanden. Beim Plattenlabel Ariola hatten die Entscheider eben den richtigen Riecher beziehungsweise das richtige Gehör. Das Demo zu „Yodl-Party“ machte hellhörig und neugierig, die Dorfrocker wurden 2006 unter Vertrag genommen, und seitdem kennt ihre Erfolgskurve nur eine Richtung: nach oben.


Die Brüder Philipp (24), Tobias (29) und Markus (33) hatten mutig ihre Lieder an diverse Plattenfirmen gesendet. Und dann gleich ein Signing bei einem der Marktführer! Dass sie schon damals nicht nur musikalisches Talent besaßen, sondern sich auch auf einer Bühne und im Show-Biz zuhause fühlten, war nicht schwer zu erraten. Immerhin hatten sie 2004 bereits bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: Wettkönige bei Thomas Gottschalk! Tobias erkannte dabei anhand des Klanges einer von Markus geschnippten Münze die Herkunft des Zahlungsmittels. An feinem Gehör mangelte es also ohrenscheinlich auch nicht. Diese Begabung zeigten die Brüder aus dem Steigerwald, die schon von Kindesbeinen
an Musik machen, anschließend unter anderem auch beim „Frühlingsfest“ von Florian Silbereisen; der Top-Star der deutschen Unterhaltung gilt als einer ihrer Bewunderer und Förderer und lud die Dorfrocker bereits 9x (!) in seine ARD-Samstagabend-Show ein. Zurück zur Bühnenerfahrung: „Wetten, dass...?“ nicht nur in Deutschland, sondern ebenso in China und Holland. So ganz nebenbei absolvierten die sympathischen Unterfranken in ihrer Dorfrocker-Karriere über 700 (!) Gigs, bevorzugt in Festzelten und Hallen - und das immer mit ihrer Live-Band. Das klingt nach Party, Gaudi und ausgelassener Stimmung. Das soll es auch, denn Party-Schlager, gepaart mit einer Prise Rock und Volksmusik sowie witzig-fetzigen Texten – gerne auch zum Mitsingen – sind die Bausteine des Dorfrocker- Erfolges.

2007 das Debütalbum „Party, Mädels, geile Zeit“. Erster Höhepunkt: 2008, der beste deutsche Act im Finale beim „Grand Prix der Volksmusik“ mit „Und ab geht die Lutzzzi“. In diesem Jahr wurde auch der Longplayer „Jetzt geht’s richtig ab“ mit 15 starken Stücken auf den Markt gebracht. 2008 generell wenig Zeit zum Luft holen, denn die Dorfrocker waren auch zu Gast beim wohl verrücktesten Oktoberfest der Welt in Las Vegas, wo sie mit ihren Party- Knallern einheizten. Die ersten Charterfolge gab es im Januar 2010, als der „Vogelbeerbaum“ (zusammen mit dem Fußball-Song „Schwarz-Rot-Gold“ als „B-Seite“) in die Top 60 der deutschen Single-Charts einstieg. Ein halbes Jahr später erging es dem Album „Remmi Demmi“ ebenso. Der Titel „Auf der Alm“ tat Selbiges, nämlich im August letzten Jahres. Zudem setzte sich das Stimmungsmacher-Lied gegen 30 Mitbewerber durch und wurde als Titelsong der TV-Show „Die Alm“ (Pro 7) auserkoren. Generell scheint die Hütte auf den Bergen Erfolg zu versprechen. Denn das Best-Of-Album „Alm-Alarm“ kletterte im September 2011 direkt auf Rang 38 der deutschen Charts.

Nun aber steht also ein neuer Longplayer am Start: „Roll den roten Teppich aus!“. Gute Stimmung garantiert, Mitsingen, gut drauf sein – und das Ganze nicht auf Dumpfbackenniveau, sondern gut gespickt mit Texten und Versen, die zeigen, dass es den mittlerweile schon fast „alten Hasen“ im Showgeschäft auch um Anspruch und Authentizität geht. Klarster Beweis: Der Titel „Dorfkind“; Ansage frisch: Stolz auf seine Wurzel, sein Umfeld, die Herzlichkeit, Freundschaftliches und Familiäres. Und dazu noch Party-Feier-Musik – eine feine Kombi. So wie überhaupt bei dem guten Dutzend Top-Songs: In ihrer ersten Single „Ich roll den roten Teppich aus“ zeigen sich die Dorfrocker von ihrer schlageresken Seite. Und mit „Rosemarie“, „Dorfkind“, „Das hamma uns verdient“ oder „Sie findet Lederhosen sexy“ stehen bereits weitere, starke Single-Aspiranten auf der Matte – und das sind noch lange nicht alle. Rockig, packend, fröhlich – so kommt das Album daher – und zwischendurch auch mal eine nachdenkliche Ballade: „Das Geschenk“. Da wird das Gespür der Vollblutmusiker deutlich und eben ein gutes Händchen für Texte auf den Punkt!

Quelle: Sonymusic/Ariola