03.10.2013 11:30:50

Gustl Bayrhammer: "Jetzt zünd’t ma d’Kerzen o"


Gustl Bayrhammer war ein liebenswerter Grantler und strahlte auf unnachahmliche Art bayerische Gemütlichkeit aus, „bärbeißig“ und warmherzig zugleich, spielte sich Gustl Bayrhammer in die Herzen seines Publikums. Vor 20 Jahren verstarb der beliebte und weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus populäre Volksschauspieler, in seinen unterschiedlichen Rollen ist er für seine Fans aber nach wie vor lebendig. Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit veröffentlicht man nun seine letzte Weihnachts-CD „Jetzt zünd’t ma d’Kerzen o“ (Erstveröffentlichung 1989), auf der Gustl Bayrhammer mit Gedichten und Erzählungen auf die „staade“ Zeit einstimmt.  
 
Als Schauspieler zeichnete sich Gustl Bayrhammer (1922–1993) durch seine enorme Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit aus. In der Rolle als gutmütiger Himmelspförtner Petrus etwa stand er am Münchner Residenztheater mehr als 700 Mal in dem Stück „Der Brandner Kasper und das ewig’ Leben“ auf der Bühne. Als Tatort-Kommissar Veigl begeisterte er mit seinem rustikalen Charme über Jahre hinweg das Fernseh-Publikum. Die Herzen der Kinder eroberte mit der Rolle des Meister Eder im Sturm: In 52 Folgen spielte Gustl Bayrhammer den „Ersatzvater“ des kleinen rothaarigen Kobolds Pumuckl. Die markante Stimme des sympathischen Volksschauspielers ist nicht zuletzt durch viele Aufnahmen und Hörspiele (z. B. „Die Grandauers und ihre Zeit“) unvergessen.

Auf „Jetzt zünd’t ma d’Kerzen o“ erzählt Gustl Bayrhammer fröhliche und nachdenkliche Geschichten – allesamt aus der Feder des Münchner Liedermachers Claus Dittmar (u. a. „Engerl, fliag’ ma net davon ...“) –, mit denen sich Groß und Klein das „Warten auf’s Christkind“ versüßen können. Bayrhammer-Fans jeder Altersstufe dürfen, sofern der bayrischen Mundart ein wenig mächtig, herzlich lachen über das „Bengerl“, welches dem Petrus mehr Kummer als Freude bereitet, über den „Owi“ und über vieles mehr.

Quelle: Telamo