27.05.2015 09:00:58

CD Rezension: Sarah Connor - Muttersprache

Sarah Connor
Foto: 
Nina Kuhn

 

Nach 7 Millionen in Europa und in den USA verkaufter Alben legte Sarah Connor aus familiären Gründen eine Pause in ihrer Karriere ein und machte sich auf die Suche nach neuen Wegen. Ihr wurde klar, dass sie es einmal mit Liedern in ihrer Muttersprache versuchen musste, also mit deutschen Texten. Nach fast fünfjähriger Vorbereitungszeit legt die sympathische Sängerin mit der facettenreichen Stimme nun ihre erste Produktion in deutscher Sprache vor und beweist klar und deutlich, dass ihr deutsche Song genauso liegen. Vor allem deshalb, weil sie ihre eigenen Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringt, die Texte selbst geschrieben hat und Sarah Connor mit ihrer ganzen Persönlichkeit hinter diesem Projekt steht.

 

Sarah Connor

Viele Lieder auf der neuen Sarah Connor CD „Muttersprache“ beginnen zunächst ganz sanft und leise – sowohl vom Gesang her, den man fast als ein Hauchen bezeichnen kann – als auch von der musikalischen Begleitung her. Doch dann entwickelt sich der Song immer weiter, wird zunehmend lauter und bestimmter, andere Instrumente gesellen sich zur einfachen Gitarre oder zum leisen Klavier und irgendwann ist jedem Zuhörer klar, worauf Sarah Connor hinaus will, was ihre Botschaft in diesem Lied ist.

 

Sarah Connor: „Bedingungslos“

 


Mit 16 Jahren wollte das Mädchen Sarah schon auf eigenen Beinen stehen, machte sich auf die Suche nach der großen Freiheit und widmete diesem Gefühlmix nun ihrem Titel „Bedingungslos“. „Kommst du mit ihr“ fragt sie im Stillen ihren Ex, als sie sieht, wie er mit seiner neuen Eroberung prahlt. „Berührt sie dich so wie ich? Machst du’s mit ihr genauso wie mit mir?“, gehen ihr die Gedanken durch den Kopf.  Im „Deutschen Liebeslied“ schwärmt Sarah Connor von ihrem Partner und sagt: „Du bist das Wasser, in dem ich tauchte, du bist mein Kompass, du bist der Tropfen, der mich betrunken macht“.

 

Sarah Connor: „Halt‘ mich“

 

Der Titel „Halt‘ mich“ kritisiert die heutige Zeit, in der alles schneller, höher, besser sein muss als früher und in der man sich vorkommt wie in einem rasenden Zug, aus dem es kein Entkommen gibt.  Sarah Connor stellt mit dem Song „Das Leben ist schön“ sozusagen ihr Vermächtnis vor. Wenn die Zeit gekommen ist, also an ihrem Todestag, sollte man an ihrem Grab nicht weinen, keine Trauerreden halten und keinen Chor singen lassen. Das Leben ist schön, auch wenn es vergeht – oder vielleicht gerade deswegen. Die Menschen sollten singen, helle Kleider tragen, mit ihren Gläsern anstoßen und nicht auf sie vergessen.  „Meine Insel“ und „Wenn du da bist“ sind weitere Liebesbezeugungen an den Partner, der mit einer Sandbank im Meer verglichen wird, die einen vor den Wellen schützt und bei dem Sarah alles bekommt, was sie braucht. Ihr Kopf hört zu kämpfen auf, wenn der Richtige an ihrer Seite ist.

 

Sarah Connor: „Muttersprache“ - Fazit

 

„Muttersprache“ von Sarah Connor bietet tiefe Einblicke in die Gefühlswelt einer der erfolgreichsten deutschen Sängerinnen, die musikalisch und textlich neue Wege geht und damit ihr Publikum fasziniert. Das Album ist es wert gehört zu werden und keiner kann behaupten, dass diese Songs platt und abgedroschen klingen. Ganz im Gegenteil: Sie beeindrucken, regen zum Nachdenken an und versetzen einen über die Vielseitigkeit der Künstlerin in Erstaunen.

Quelle: Schlagerportal.com/AS
Foto: Universal Music/Nina Kuhn