16.03.2014 15:00:33

CD Rezension: Ursprung Buam - A Geig’n muass her

Ursprung Buam
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Schlagerportal.com

 

„A Geig’n muass her“ verkünden die drei Ursprung Buam und man glaubt ihnen unbesehen, dass sie dieses Instrument so dringend brauchen wie die Zillertaler Luft zum Atmen. Die Volksmusik haben die drei Zillertaler Mander im Blut – das ist nicht zum Überhören. Mit 13 abwechslungsreichen Titeln beweisen sie überzeugend, dass sie hervorragend singen, jodeln und musizieren können. Wer noch dazu ein Liebhaber des Zillertaler Dialekts ist, kommt bei diesem Album voll auf seine Kosten.

 

Ursprung Buam

Zwei Titel sind Instrumentalnummern („Nachtigall Walzer“ und „Hochgebirgspolka“), die anderen Lieder spannen einen Bogen vom eher nachdenklichen Song „Aus war’s“ (Das Dirndl ist mit einem anderen davongelaufen, alles ist zu Stein erstarrt) bis hin zur fröhlichen Stimmungsnummer „I bin halt a Mann“, bei der es darum geht, dass ein richtiger Mann hie und da ins Wirtshaus gehen möchte, ohne dass ihm sein holdes Weib eine mit der Bratpfanne überzieht. In allen Liedern spiegeln sich Stolz und Heimatverbundenheit des echten Zillertalers wider, ganz besonders in den Titeln „Ja, ja, ins Zillertal“, „I bin vom Alpenland“ und „Landsleut“.


 

Ursprung Buam: „S alte Geigl“

 

Im „Nagellied“ kommt der Berufsstand der Zimmermannsleute zu Ehren, und im Track „S alte Geigl“ erzählen die Ursprung Buam davon, dass dieses Instrument über alle traurigen Momente hinweghilft. Während andere Leute mit Wein und Schnaps ihre Stimmung aufhellen, genügt für die drei Vollblutmusikanten der Griff zur heiß geliebten Geige.

 

Ursprung Buam: Martin Brugger - Texter und Leadsänger

 

Alle Titel auf dieser CD – mit Ausnahme von „Aus war’s“ - entstammen der Feder von Martin Brugger, der auch als Leadsänger mit seiner hohen, samtenen Stimme einen unauslöschlichen Eindruck hinterlässt. A Geig’n muass her – und wenn keine da wäre, müsste man sich schnellstens eine besorgen, um die Ursprung Buam nicht musikalisch verhungern zu lassen. Aber keine Angst: Die drei Mander aus dem Zillertal passen auf dieses Instrument sicher besser auf als auf einen Beutel voll Diamanten, damit wir uns auch in Zukunft von ihrer urigen Musik begeistern lassen können.

Quelle: Schlagerportal.com/AS
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