Schlagerzelt

26.05.2016 07:00:00

CD Rezension: Die CubaBoarischen - Servus Cuba

die CubaBoarischen
Foto: 
Carsten Bunnemann und Gregor Wiebe

Die CubaBoarischen entwickelten sich aus den Vagener Dorfmusikanten, die anlässlich eines Urlaubes auf der Insel Kuba die dortige Volksmusik (Cha Cha Cha, Samba und Salsa) kennen lernten und dann durchs Ausprobieren erkannten, dass man diese Musik sehr gut mit der bayrischen Volksmusik kombinieren kann. Ihr neues Album „Servus, Cuba“ ist eine Hommage an die zauberhafte Insel in der Karibik und an die südamerikanischen Klänge und Rhythmen.

Die CubaBoarischen


Der Mix zwischen den beiden Musikrichtungen ist bestens gelungen, der Zuhörer wird immer wieder durch einen blitzschnellen Wechsel der Genres verblüfft und muss sich auch bei den Texten immer wieder umstellen. Einmal im original bayrischen Dialekt, dann wieder in Spanisch wird man sozusagen durch die beiden Kulturen gezogen und erfreut sich am prickelnden Lebensgefühl der lebenslustigen Kubaner. „Schwiegermutter, tanz amoi“ heißt es ziemlich am Anfang auf der neuen CD-Produktion der CubaBoarischen, in der die arme Frau aufgefordert wird, immer und überall das Tanzbein zu schwingen. Natürlich ist es ein lustiger Text, den man nicht allzu ernst nehmen sollte.

Die CubaBoarischen verbinden Bayern und Kuba

„Chan Chan Suserl“ ist ein typischen Beispiel für die Sprachverwandlungen, bei dem von Kubanisch zu Deutsch geswitcht wird. Auch wenn manche Texte nicht gerade zu den literarisch anspruchsvollsten dieses Genres gehören, sind sie doch in gewissem Sinn unterhaltsam, wenn es etwa heißt: „Was gibt’s heut‘? Heut’ Nacht gibt’s Rehragout.“ Sicher nichts Weltbewegendes, aber in Kombination mit der passenden Musik ein Titel, den man unbedingt anhören sollte. „La Paloma“ kennt wohl jeder von früheren Interpreten her, aber trotzdem klingt die CubaBorische Neuauflage dieses Schlagerklassikers in Originalsprache absolut neu und hörenswert. Richtig rassig klingende Songtitel sind u. a. „El Cuarto de Tuba“, „El Loco“ und „Estoy Hecha Tierra“.

Die CubaBoarischen:  Servus Cuba – Fazit

Wer sich eine Reise nach Kuba nicht leisten kann, aber an südamerikanischer Musik, in Kombination mit heimatlichen Klängen, seine Freude hat, ist mit diesem Album bestens bedient. Es kommt Urlaubsstimmung auf wenn man die CubaBoarischen spielt und die Sonne scheint in den eigenen vier Wänden, auch wenn es draußen stürmt oder schneit.

Quelle: Schlagerportal/AS
Foto: Sonymusic/Carsten Bunnemann und Gregor Wiebe