14.08.2017 07:23:39

Daniela Alfinito: „Ich schaue nie zurück!“

Daniela Alfinito
Foto: 
Kerstin Joensson

Daniela Alfinito hat gerade ihr 5. Studio-Album mit dem Titel „Sag mir wo bist du“ veröffentlicht. Ihr neues Album erzählt von der Liebe in all ihren Facetten. Musik liegt der Sängerin im Blut, ist Daniela Alfinito doch die Tochter von Bernd Ulrich und die Nichte von Karl-Heinz Ulrich, dem super erfolgreichen Schlager-Duo Amigos. Im SCHLAGERportal Interview hat Daniela Alfinito darüber gesprochen, ob es nun Fluch oder Segen ist als „Tochter der Amigos“ betitelt zu werden oder wie sie zu ihrem Namen „Alfinito“ gekommen ist.

Hallo Daniela! Schön, dass du dir die Zeit genommen hast für SCHLAGERportal.com und deine Fans. Wie geht es dir?

Mir geht es sehr gut. Kann mich nicht beklagen. Viel Arbeit und wenig Zeit. Das ist gut, denn dann kommt man auf keine dummen Gedanken.

Top Charts Platzierungen für Daniela Alfinito!

Es muss dir ja auch gut gehen. Schließlich ist dein brandneues Album „Sag mir wo bist du“ gerade erschienen - wie fühlt sich das an?

Es ist ein schönes Gefühl. Vor allem wenn man sieht und hört, dass ich sooooo viele Menschen damit glücklich mache. Schön ist auch, dass mein Album wieder in den Top 5 in den Album Charts war. Sogar in Österreich war ich auf Platz 6 und in der Schweiz auf Platz 21. Und das alles ohne Fernseh- und Radiowerbung.

Das ist wirklich der Hammer! Aber die Musik liegt dir ja auch absolut im Blut. Das hast du wohl von deinem Vater Bernd und deinem Onkel Karl-Heinz von den Amigos, oder?

Na das ist doch klar. Von wem soll ich es denn sonst gelernt haben? Meine erste CD habe ich in unserem eigenen Studio aufgenommen. Dort bekam ich schon einige Tipps von meinem Vater und Onkel, wie man verschiedene Passagen besser singen kann. Natürlich habe ich das gerne angenommen und nicht als Kritik angesehen.  Beide sagten immer zu mir: „Wir wollen dir doch nichts Schlechtes“. Bei den letzten beiden Alben, die ich aufgenommen habe sagten beide dann, dass ich nun ihre Hilfe nicht mehr bräuchte. Jetzt sei alles perfekt. Beide sind wirklich sehr besorgt um mich.

Daniela, wie sehr ist es Fluch oder Segen mit den berühmten Amigos in Verbindung gebracht zu werden?

Also, als Fluch sehe ich das ganz und gar nicht. Es ist doch schön, wenn man so einen berühmten Vater und Onkel hat. Mir macht es auch nichts aus, wenn auf manchen Plakaten steht: „Daniela Alfinito die Tochter von den Amigos“. So weiß auch jeder gleich, wo ich hingehöre. Viele fragen mich von welchem der beiden Amigos ich die Tochter sei. Dann sage ich meistens, dass ich die Tochter von beiden bin. Dann bricht großes Lachen aus.

Was bedeutet dir Familie? Du selbst bist ja auch Mama!

Familie bedeutet für mich Liebe, Zusammenhalt, füreinander da sein und sich Geborgenheit geben.  Meine Eltern sind immer für mich da, mein Mann steht voll hinter mir, er begleitet mich zu sämtlichen Auftritten. In meiner Familie ist jeder für jeden da. Ich kenne das nicht anders. Meine Familie bedeutet mir sehr viel. Mein Sohn Maurizio ist jetzt 20 Jahre und ist im 3. Lehrjahr. Er hört seine Musik aber natürlich ist er stolz auf mich und seinen Opa. Ihr müsstet nur mal hören, wenn irgendeiner über uns schlecht auf Facebook schreibt. Das akzeptiert er nicht. Er geht seinen Weg und ich bin richtig stolz auf ihn.

Daniela Alfinito über ihr neues Album!

Man spürt richtig wie sehr du deine Familie liebst. Zurück zur Musik: du hast deinen ganz eigenen Stil entwickelt. Stolz darauf?

Ja klar! Natürlich kann man die erste CD „Bahnhof der Sehnsucht“ nicht mit der letzten CD „Sag mir wo bist du“ vergleichen. Man entwickelt sich immer weiter. Mit meinem Produzent Michael Dorth ist es immer wieder eine große Freude ein Album aufzunehmen. Wir haben einfach sehr viel Spaß. Er weiß genau was ich will und wie ich ticke. Zwischen uns ist in den Jahren eine tiefe Freundschaft entstanden. Eine Produktion ohne ihn kann ich mir nicht vorstellen.

Wie wichtig sind dir deine Fans, Daniela?

Fans sind für mich absolut wichtig! Sie sind es, die dich nach oben bringen, dich zu jedem Auftritt begleiten. Und sie kommen aus allen Himmelsrichtungen und es bilden sich auch echte Freundschaften. Ich habe einen Fanclub und diesen führen Maria und Jürgen Kindermann aus Radeberg mit ganz viel Liebe. Danke euch!

Ein Song auf deinem neuen Album heißt „Unsichtbare Tränen“. Wann und warum hast du das letzte Mal geweint?


Das letzte Mal habe ich geweint, als meine Oma verstorben ist. Sie war auch ein großer Fan von mir. Ich weine nicht viel, ich bin ein Mensch, der nach vorne schaut und geradeaus geht. Ich schaue nie zurück. Auch wenn der Weg noch so steinig ist, umso wertvoller ist das Ziel.

Das hast du schön gesagt. „Wenn der Himmel es so will“ ist ein weiteres wundervolles Lied auf dem neuen Album. Bist du eigentlich gläubig oder an wen oder was glaubst du?

Ich bin kein Kirchengänger, das heißt aber nicht, dass ich nicht gläubig bin. Ich glaube schon, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als wir uns vorstellen können. Wir werden es alle erfahren, wenn unsere Zeit hier abgelaufen ist. Ich hoffe, dass ich noch lange zu Gast sein darf. Ich verstehe nur nicht, warum immer noch so viele junge Menschen an Krankheiten sterben müssen. Das lässt mich oft zweifeln.

Daniela Alfinito über Schlager

Apropos glauben, warum glaubst du ist der deutsche Schlager momentan so erfolgreich?

Ich glaube, viele Menschen wollen deutsche Texte hören, sie identifizieren sich damit und sagen sich, dass das ein oder andere aus den Liedern einem selbst schon geschehen ist. Auf Festen geht doch gar nichts mehr ohne deutschen Schlager, sogar die Jugend singt und feiert den deutschen Schlager. Schlager ist aus der Musikszene nicht mehr wegzudenken!

Passend zum Sommer lässt du in einem deiner Lieder sehr emotional auch die weißen Tauben fliegen.

Die weiße Taube ist ein Friedenslied und soll die Menschheit zum Nachdenken anregen. Es ist doch grässlich wie viele Menschen sich selbst töten oder getötet werden oder aber wie viele Kriege auf der Welt geführt werden.
Im Sommer sitze ich gerne in meinem Garten oder auf dem Balkon, wenn ich nicht gerade auf irgendeiner Bühne stehe. Ich fliege gerne in den Urlaub wo viel Party ist. Aber am liebsten liege ich am Strand auf einer Liege und höre dem Meeresrauschen zu. Ich habe gerne Menschen um mich herum. Wir feiern auch viel mit Freunden.

Erdbeer- oder Schokoladeneis?

Keines von beiden, ich liebe Haselnusseis.

Und wie kommst du am ehesten „runter“? Wie entspannst du dich?

Wenn es wieder mal ein sehr stressiger Tag war, nehme ich meinen Hund und wir gehen lange spazieren. Ich gehe aus meinem Haus über die Straße und bin im Wald. Ruhe pur.

Was uns zum Schluss noch interessiert, wie bist du denn auf den Künstlernamen Alfinito gekommen?

Das fragen mich immer noch sehr viele! Am liebsten antworte ich: „Heirate einen Italiener und dann hast du auch so einen schönen Namen“. (lacht) Nein, mal ehrlich: Ich habe 1995 meinen jetzigen Mann geheiratet und der hatte den schönen Nachnamen Alfinito.

Man lernt nie aus. Danke für dieses kurzweilige, sympathische Interview. Es hat Spaß gemacht.

Das fand ich auch. Danke und liebe Leser vom SCHLAGERportal: ich wünsche euch viel Spaß mit meinem neuen Album „Sag mir wo bist du“ und noch einen schönen restlichen Sommer. Ganz ohne Regen, Blitz und Donner. Ein großes Dankeschön von meiner Seite an meine Fans, dass ihr immer so fleißig für mich votet. Eure Daniela Alfinito

Autor: Schlagerportal/CK
Foto: Telamo/Kerstin Joensson