19.06.2013 08:00:56

Fantasy: Mit Andrea Berg kam der Erfolg!

Foto: 
Schlagerportal.com

 

Seit einundzwanzig Jahren kennen sie sich bereits und seit zehn Jahren stehen sie gemeinsam auf der Bühne, doch erst heute können Martin Marcell und Freddy März, das sympathische Schlager-Duo Fantasy aus dem Ruhrgebiet, die Früchte ihres musikalischen Schaffens ernten. Ihr „Best of ...“-Album, eine Mischung aus alten und neuen Titeln, steht seit unzähligen Wochen in den Charts und brachte ihnen nicht nur eine Echo-Nominierung ein, sondern wurde auch mit Gold ausgezeichnet.

Als „glückliche Fügung“ sieht Fantasy heute die Einladung von Andrea Berg, ihre Deutschland-Tournee im Jahre 2012 zu begleiten. Sie brachte dem Schlager-Duo den Durchbruch im Geschäft. Mit ihrem neuen Produzenten Andreas Ferber, dem Sohn von Andrea Berg-Ehemann Uli Ferber, haben sie das aktuelle Album „Endstation Sehnsucht“ aufgenommen. Spontan erreichten sie damit Platz 3 der deutschen Album-Charts. Ob sie im Schlager-Olymp angekommen sind, wollte das Online-Musikmagazin SCHLAGERportal.com in einem Exklusiv-Interview mit Fantasy genauer wissen.

 

Fantasy

Neues Album „Endstation Sehnsucht“ – was sofort auffällt: viel tanzbarer Schlager – ist das euer Erfolgsgeheimnis?

Wir glauben einfach nicht, dass es an unserem Sound liegt, den gab es schon viele Jahre zuvor, und er wurde nicht wahrgenommen!  Wir glauben einfach, dass mit der Zeit die Texte reifer geworden sind, dass man einfach bessere Texte hat, viel aus dem Leben erzählt, dass die Menschen sich davon inspiriert fühlen, weil sie einfach selbst Geschichten erlebt haben, die zu vergleichen sind mit unseren, die wir in unseren Liedern erzählen - natürlich ist es auch wichtig, dass der Sound dabei stimmt. Wir versuchen ja Geschichten zu erzählen, die manchmal nicht sehr angenehm sind, vielleicht auch traurige Geschichten. Wir haben aber insgesamt festgestellt, dass sich unsere Geschichten gut mit fröhlicher Musik im Hintergrund kombinieren lassen. Das i-Tüpfelchen auf dem Erfolg, den wir momentan haben ist, dass man eingängige Texte mit fröhlichen Melodien kombinieren kann und dementsprechend den Leuten Fröhlichkeit gibt, aber auch Gelegenheit bietet, auch mal tiefgründige Texte zu hören.

Ihr habt im Jahre 2013 bereits ein Album und eine DVD veröffentlicht  „Best of 10 Jahre Fantasy“ – in so kurzer Zeit zwei Alben – seid ihr so fleißig?

„Best of 10 Jahre Fantasy“, das war  ja nicht so schwierig, es sind ja Titel auf dem Album vertreten, die es schon in den letzten Jahren gegeben hat. Die haben wir auf dieses „Best of...“-Album gepackt, sozusagen als Bonusmaterial haben wir fünf neue Titel hinzugefügt. Das war ja nur ein halbes neues Album, wenn man so will. Wir waren schon sehr fleißig und sind selbst erstaunt, was wir für eine Kraft aufgebracht haben, wenn man mal so die Zeit Revue passieren lässt. Wir waren ja für den Echo nominiert und sind mit Gold ausgezeichnet worden. Wir hätten nie damit gerechnet, dass das neue Album  „Endstation Sehnsucht“ von 0 auf 3 in die deutschen Charts gehen wird und das Schöne ist ja auch, dass wir in Österreich von 0 auf 6 gegangen sind, wo wir sehr dankbar und glücklich und im Moment sehr überrumpelt sind mit allem. Wer sich unsere fünf Alben vorher anhört, weiß, davon existieren wir, das ist unsere Welt, dass die Leute Spaß und Freude haben,  dazu tanzen können. Natürlich gibt’s auch ein paar romantische Balladen. Wer aber Fantasy kennt, der weiß, dass das immer mit Fröhlichkeit verbunden ist.  

 

Fantasy
Auch die Lederhose steht Martin und Freddy alias Fantasy super!


 

Bei euch beiden kann man sagen, ihr habt euch gefunden – wie hat das begonnen?

Es gibt weder musikalisch noch privat Meinungsverschiedenheiten zwischen uns, wir kennen uns schon seit über 21 Jahren. Wir haben uns damals in einem Studio in Bottrop getroffen. Die Chemie hat sofort gepasst und dementsprechend haben wir uns immer wieder getroffen, viele verrückte Sachen erlebt, das schweißt zusammen. Deswegen, wir sind nie anderer Meinung, vielleicht bei einem Satz oder einem Wort im Text.

Die meisten Titel stammen von euch selbst – wie gelingt es euch so tolle Lieder zu schreiben?

Es sind nicht nur die Texte, wir schreiben auch gleichzeitig die Musik selber. Früher wollte keiner für uns schreiben, heute wollen sie es alle. Wir haben unseren Stil entwickelt, heute verfolgen wir das dementsprechend weiter. Die Texte fallen uns überall ein. Anfangs haben wir notgedrungen Texte geschrieben, die haben auch nie Anklang gefunden, mit Inhalten, die mit unserem Leben nichts zu tun hatten. Man hat sich dann einfach hingesetzt, um irgendwas zu schreiben, wohl gemerkt, irgendwas. Wir haben auch auf der Bühne festgestellt, dass uns das überhaupt nicht berührt, weil das nicht unsere Geschichten sind. Erst als wir angefangen haben, Texte zu schreiben, die für uns inhaltlich wertvoll waren und mit denen wir uns identifizieren können, wie mit unserer ersten Single  „Geh mit ihm“, haben wir festgestellt, dass wir uns viel wohler fühlen, wenn man authentische Sachen singt und man weiß, so fühlst Du und das kannst Du den Menschen mitgeben. Das merkt auch das Publikum.

Andrea Berg hat euch zu einer Tour mitgenommen – wie war das damals?

Es war schon eine tolle Geschichte, dass Andrea Berg uns das Podium geboten hat, vor so vielen Menschen auftreten zu dürfen. Das war ein Meilenstein in unserer Karriere. Durch Andrea haben wir Andreas Ferber, den Sohn von Andreas Mann Uli, kennengelernt. Das war ein Punkt, der für unsere Karriere entscheidend war, weil wir von hier an jemand hinter uns hatten, der unsere Musik mochte, der konsequent mit uns seinen, unseren Weg, gegangen ist. Wir denken, es ist ganz wichtig und entscheidend, dass man diesen Rückhalt hat.

Ihr habt eure eigene Linie gefunden – ist diese Authentizität maßgeblich für euren Erfolg verantwortlich?

Wir machen die Musik schon seit zehn Jahren, die Anfangsschritte liegen sogar fünfzehn Jahre zurück. Wir haben immer an uns geglaubt. Seit Jahren singen wir die Titel, die wir empfinden, die wir wollen und die wir schreiben. Dabei lassen wir uns von keinem Menschen verbiegen oder in eine andere Richtung bringen. Wir glauben an uns, das ist unsere Musik und jetzt ist es unser Erfolg! Andreas Ferber ist ein Mensch, der uns nicht verbiegen will und gerade das macht Fantasy aus. Er hat erkannt, dass er uns so sein lässt, wie wir sind, und wir denken, das gehört stark dazu, wie sich die Sache jetzt entwickelt hat.

Fantasy hat heuer die 1. Solotournee - was dürfen die Fans da erwarten?

Das wird es ein Riesen-Feuerwerk geben, denn wer uns kennt, der weiß, das wird schon was ganz Besonderes. Die Musik wird richtig toll sein, und wir freuen uns auf unsere Fans auf der Tournee. Wenn man uns besucht, bekommt man 100% Fantasy.“

Quelle: Schlagerportal.com/AH
Foto: Schlagerportal.com