Norman Langen: In mir schlägt ein Schlagerherz! 

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Bei Deutschland sucht den Superstar, im Jahre 2011, hat Norman Langen Mut und Leidenschaft gezeigt und nicht nur die Jury, sondern auch die Zuseher mit seinem Faible für den deutschen Schlager überzeugt. Die Jury von DSDS und auch viele junge DSDS-Fans waren hin und weg von Stimme,  Ausstrahlung und Bühnenpräsenz von Norman Langen. Sein Debüt-Album “Pures Gold” stieg beachtlich in den Charts ein. Seit 4. Jänner 2013 gibt es nun bereits sein zweites Werk, mit dem vielversprechenden Titel “100% Norman”.  In einem Interview fragte SCHLAGERportal.com Norman Langen, ob er sich in der Tat wie "Einer von Millionen” fühlt, was die Fans beim neuen Album erwartet und wie seine Pläne für die Zukunft sind.

Norman Langen
 
Dein neues Album heißt "100% Norman", erzähl doch: was unterscheidet es von “Pures Gold” und macht es so besonders für Dich?

Das ist ganz klar die Tatsache, dass ich bei “Pures Gold” nur vier eigene Songs hatte, alle anderen waren abgekupfert oder gecovert und das ist eben bei "100% Norman” nicht so. Wir haben bei "100% Norman“  lauter brandneue Songs darauf gepackt, die für mich erstellt worden sind und ein Song ist sogar oben, den ich selbst geschrieben und vorproduziert habe. Den Titel “2012” den gab es schon einmal von mir, aber das ist auch wirklich der einzige Titel den man kennen könnte, sonst ist alles brandneu.
 
Du giltst als sehr bodenständig, das zeigt auch Dein aktueller Song “Einer von Millionen” - wie kommt das, liegt das eventuell auch an Deinem erlernten Beruf als Altenpfleger, der viel soziales Engagement erfordert?
 
Also ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass man dadurch sozialer eingestellt ist - entweder man hat eine soziale Ader oder eben nicht. Aber natürlich ist es richtig, dass ich durch meine dreijährige Tätigkeit als Pfleger in einem Demenzhaus viel Leid gesehen habe, das einen prägt -  ganz klar. Zum anderen war ich noch ein Jahr in der Sterbehilfe tätig und was man da für Schicksale erlebt, da lernt man die kleinen Dinge des Lebens schätzen und so etwas vergesse ich eben nicht, wenn es einem - ich sage mal sehr gut geht, das holt Dich auf den Boden der Tatsachen wieder zurück. Und ganz klar auch meine Familie, also wenn die merken, dass ich einen Höhenflug bekommen würde, gäbe es einen direkten Schlag in den Nacken.


Du hast Dich als junger Mensch für den deutschen Schlager entschieden, das empfinde ich anerkennenswert und mutig, warum nicht für Rock oder Pop?

Was die wenigsten wissen ist die Tatsache, dass ich schon seit meinem 15. Lebensjahr auf der Bühne stehe, ich also quasi bereits mein 12-jähriges Bühnenjubiläum feiere. Ich war in einer Danceband zusammen mit zwei Rapperinnen schon im Vorprogramm von Jeanette Biedermann und Rednex, aber irgendwie hat uns da keiner gesehen und gehört. Dann war ich noch für fünf Jahre in einer Band, wo auch gerockt wurde, aber tief in meinem Herzen schlug schon immer mein kleines Schlagerherz. Ich bin da auch durch meine Eltern geprägt worden, wenn Partys gefeiert wurden lief eben Schlagermusik. So habe ich mich dann entschlossen - ich singe Schlager - und merkte sofort, dass das die Leute auch hören wollten. Ich habe mir Coversongs geschnappt, wie eben das “Schloss” von Onkel Jürgen und bin damit selbst zum Schlageronkel mutiert -  der ich in Wirklichkeit auch bin, Dank meiner Schwestern nämlich dreifach.

Jürgen Drews sagte jüngst, er könne sich Dich als seinen würdigen Nachfolger vorstellen, machen Dich solche Aussagen stolz?

Ja klar, das macht mich tierisch stolz, wenn ein Jürgen Drews so etwas sagt, der Mann hat es einfach drauf. Wenn man bedenkt, dass er mit 67 Jahren noch so abfeiert, wo andere sich gemütlich aufs Sofa setzen, da ziehe ich meinen Hut - ganz ehrlich. Aber andererseits möchte ich mich nicht mit ihm vergleichen, ich muss da erst mal hinkommen und wir sehen dann mal in 40 Jahren wie es dann aussieht…

Norman Langen
 
Wenn man in Deinem Fanshop vorbeischaut,entdeckt man auch Deine eigene Parfümmarke, bist Du eitel?
 

Ja doch ich bin schon eitel, das heißt ich achte auf mein Äußeres. Leider habe ich keinen Bruder, den ich mir zwar immer gewünscht habe, aber dafür drei Schwestern. So und da kommt es natürlich vor, dass die eine sagt “Norman jetzt schmink Dir doch mal den Pickel weg” oder “Nee also diese Augenbrauen gehen ja gar nicht ”- ja gut und die Ratschläge befolge ich dann und ganz ehrlich, wenn sich dann plötzlich sechs statt zwei Mädels nach Dir umdrehen - okay - tja und so ist die Idee mit dem eigenen Parfüm entstanden.

Du hast Dein Management gewechselt, wie sehen ansonsten Deine Pläne oder Änderungen für 2013 aus?
 
Ich denke 2013 wird man feststellen, dass Norman Langen eine Entwicklung mitgemacht hat, das fängt schon beim Äußeren an. Ich meine, man kannte mich in den letzten Jahren mit kaputten Jeans, Kette, Hose in den Schuhen drin, das wird sich ändern - sieht man ja heute bereits, ich trage Sakko, habe schickere Schuhe an, die Hose steckt nicht mehr in den Schuhen - was jetzt nicht heißen soll, dass ich ein anderer Mensch geworden bin, sondern ich bin eben gereift .Dann werde ich regelmäßig zu meinen Auftritten Tänzerinnen dabei haben, da freuen sich bestimmt auch die männlichen Fans und natürlich, dass ich eben mit eigenen Songs auftrete - also im wahrsten Sinne des Wortes 100 % Norman.
 
 
 
Quelle: Schlagerportal.com/Kiki
Fotos: Schlagerportal.com/Kiki