18.02.2015 07:00:41

Poxrucker Sisters verbinden Tradition und Moderne!

Poxrucker Sisters
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Schlagerportal.com

Wir setzen uns total dafür ein, dass man Musik nicht in Schubladen steckt, weil Musik soll verbinden.“, sagten die Poxrucker Sisters in einem Interview zu SCHLAGERportal.

Die Poxrucker Sisters – drei Schwestern aus dem Mühlviertel in Oberösterreich – haben bereits mit ihrem ersten Album für Aufsehen gesorgt. Die drei jungen, sympathischen Frauen - Stefanie (26), Christina (23) und Madgalena (19) -  machen Musik seit ihrer Kindheit. Ihre Musik kann und soll keinem Musik-Genre zugeordnet werden. „Das Schöne ist, wem unsere Musik gefällt, dem gefällt sie einfach - ganz egal ob die Ohren sonst eher mehr Schlager horchen, die anderen mehr Pop oder Volksmusik.

Poxrucker Sisters


Mit ihren Liedern wie „Glick“, „3 Mädalhaus“, „Ois gschenkt“ oder „Scheiss di net o“ präsentieren die Poxrucker Sisters junge, poppige Musik, die Tradition und Modernes verbindet. Ihre Songs schreiben die drei Schwestern selbst. Wir fragten die Poxrucker Sisters, was sie zu ihren Texten inspiriert? „Unser Leben! Es gibt so viele Sachen über die man schreiben kann. Das ist uns auch ganz wichtig, dass in unserer Musik von uns was ´umma kummt´. Dass die Leute uns irgendwie auch durch unsere Musik kennen lernen, wie wir drei sind, wir verstecken da überhaupt nichts. Es ist uns wichtig, dass wir auch Botschaften haben in unseren Liedern, dass sich die Leute was mitnehmen können, dass man einen Weitblick kriegt. Wir trauen uns auch Probleme unserer Gesellschaft anzusprechen.“ Ihre Lieder schreiben sie im Dialekt. „So brauchen wir uns nicht zu verstellen, wir können alles so sagen wie wir es uns denken. Wenn man auf Hochdeutsch oder Englisch singt, braucht man wieder Synonyme die das ausdrücken. So sagen wir das einfach so wie wir es sagen, so ist das ganz ehrlich und ´grad außer´.“

Poxrucker Sisters: Musik im Dialekt ist wieder populär!

Das Album der Poxrucker Sisters hat sich auf Platz 7 der österreichischen Album-Charts platziert, ihre Hitsingle „Glick“ kam bei den Ö3 Hörercharts unter die Top 3. Österreichische Musik im Dialekt wurde in den letzten Jahren wieder modern, so schaffte es Volks Rock´n Roller Andreas Gabalier auch in Deutschland vor ausverkauften Hallen zu spielen. „Musik im österreichischen Dialekt wurde in den letzten Jahren wieder populär, auch bei der Jugend. Ich glaube, dass die Leute ihre Wurzeln wieder suchen ihre Identität, auch die österreichische Identität – deswegen suchen sie vielleicht auch zu dieser Österreichischen Musik zurück. Ich glaube, dass das auch eine Heimatverbundenheit ausdrückt, wenn man in seiner eigenen Sprache singt. Es erweitert den Horizont auch stark, wenn man sich mit seinen eigenen Wurzeln auseinander setzt. Es gibt da natürlich ein paar Größen wie Hubert von Goisern, der hat da vor ein paar Jahren wieder eine Tür aufgemacht. Große Künstler die so im Leben stehen wie eine Helene Fischer, wo jetzt auf einmal ein deutscher Act so für Furore sorgt. Da hat sich schon wieder was getan.“, erklärten die Poxrucker Sisters SCHLAGERportal.

Poxrucker Sisters

Die Poxrucker Sisters gehen musikalisch aber auch stylisch ihren eigenen Weg. Ihre Bühnen-Outfits sollen genau wie ihre Musik, das Traditionelle mit dem Modernen verbinden. Wer entwirft eure Bühnen-Kleider? „Das ist die Eva Naderhirn, sie ist aus Oberösterreich aus dem Bezirk Perg. Die haben wir entdeckt, weil sie das Moderne mit dem traditionellen Dirndl verbindet – so sind auch unsere ´Kleidln´. Wir versuchen was Modernes was Poppiges, so wie auch mit unserer Musik, mit etwas Traditionellem zu verbinden. Die Kleider die wir jetzt anhaben, die haben wir gemeinsam entworfen. Ihr Label heißt Bergluft und uns taugt sie voll.“

Poxrucker Sisters: auch Streit gehört bei den 3 Schwestern dazu!

Als Schwestern gemeinsam Musik zu machen und auf der Bühne zu stehen kann ein Vor- aber auch ein Nachteil sein. „Es ist beides – es gibt Situationen die machen es einfacher und es gibt Situationen die machen es schwieriger. Einfacher macht es, wenn wir auf der Bühne stehen. Wir wissen was die andere gerade denkt, es genügt ein Blick und wir wissen sofort: ´ah die weiß gerade den Text net´ oder ´die will jetzt einen Stimmentausch machen´ - hin und wieder passiert das, dass wir die Stimmen tauschen, oder auch wenn wir uns bewegen auf der Bühne, wir spüren uns total gut. Aber es gibt auch die schwierigen Situationen. Wenn man so viel beeinander ist wie wir, da gibt’s viel zum Streiten! Wir nehmen das ja auch mit in die Probe, wenn wir auch außerhalb von der Probe streiten. Man kann halt einfach nicht sagen, so jetzt sind wir Bandkollegen und jetzt sind wir Schwestern, weil wir immer Schwestern sind. Aber Gott sei Dank ist die Musik immer wieder auch ein Streitschlichter bei uns.“

Quelle: Schlagerportal
Fotos: Schlagerportal.com
Autorin: Astrid Haberfellner