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01.06.2015 08:00:46

VÖV kämpft für die deutschsprachige / österreichische Musik

VÖV
Foto: 
Schlagerportal.com

 

Der Verband der Österreichischer Volksmusikkomponisten - kurz VÖV – ist eine Vereinigung von Komponisten und Autoren aus den Genres Schlager, Volksmusik aber auch deutschsprachigem Pop und Austro-Pop. Im Vordergrund stehen dabei die Musik und die damit verbundene Kultur zu leben, weiterzuentwickeln und für nachfolgende Generationen zu erhalten.

 

VÖV

Seit 1986 besteht der von Volksmusik-Legende Prof. Sepp Kern (Kern-Buam) gegründete VÖV und ist stolz auf über 1.500 namhafte Mitglieder wie zum Beispiel Fritz Willingshofer (Stoakogler), Charly Brunner, Andy Baum, Hubert Urach (Original fidele Lavanttaler), Marlena Martinelli, Ewald Münzer (Orig. Ligister Trio), Uli Lambacher (Herzblatt), Sepp Mattlschweiger (Quintett Juchee), Karl Christandl (Sulmtaler Dirndln), Vinko Simek (Slowenischer TV-Moderator „Marjanca“), Walter Schachner (Komponist), Hanneließe Kreißl-Wurth (Texterin und Erfolgskomponistin), Erwin Aschenwald, Gustl Viertbauer (Manager Seer und Nockalm Quintett), Franz Griesbacher (Die Paldauer), Walter Reischl (White Stars), u.v.m.

Jess Robin, Rudi Mally, VÖV
VÖV-Präsident Jess Robin mit VÖV-Vorstands-Mitglied Rudi Mally

Jess Robin, Präsident und vor allem „Seele“ des VÖV, bemüht sich erfolgreich die Interessen der Komponisten und Autoren einerseits und die Interessen der öffentlich rechtlichen Medienanstalten, der Veranstalter, aller Medien und der Musikschaffenden in Einklang zu bringen. Keine leichte Aufgabe für Jess Robin viele verschiedene Meinungen und Ziele auf einen Nenner zu bekommen und dennoch geht es ihm und den Mitgliedern des VÖV im Endeffekt um das Gleiche, nämlich die deutschsprachige Musik in allen Genres zu erhalten und die damit verbundene Kultur zu leben.

 

Mehr Österreichische und Deutsche Musik in Radio und TV

 

Eines der Kernprobleme, das die Musikschaffenden beschäftigt ist der massive Verlust von Sendezeiten für ihre Musik in allen Medien. Stimmen wurden bei der letzten VÖV-Tagung  laut, die da sagten:

  • „Es kann ja nicht sein, dass Radiomacher sagen, dass Schlager nicht mehr schick wäre wo doch die Bevölkerung einen großen Anteil an 50-jährigen hat, die genau diese Musik lieben“
  • „Diejenigen, die die Formate betreuen, haben ja keine Ahnung mehr von Volksmusik und Schlager, denen fehlt der Bezug zu unserer Musik“
  • „Radioredakteure hören sich unsere Singles oft nicht mal an, weil sie es persönlich uncool finden, egal was sich die Hörer wünschen“
  • „Offensichtlich schämt man sich bei den TV-Machern für die deutsche Sprache und Musik“


Harte Worte seitens der Musikschaffenden für jene Medien, die sie groß gemacht haben! Möglicherweise mit Recht? Die ganze Angelegenheit ist nicht ganz so einfach, einerseits hat sich die Medienlandschaft in den letzten 20 Jahren verändert, das Internet bietet plötzlich Möglichkeiten an, an die damals noch niemand gedacht hat, die wirtschaftliche Situation in der Musikindustrie, bei den Künstlern aber auch die der Medien erfordern neue Ideen und Konzepte um gemeinsam erfolgreich in die Zukunft zu gehen.

Neue Technologien und Plattformen a la Youtube, Spotify, iTunes und Co machen es den Musikschaffenden und der Musikindustrie wirklich deutlich schwerer heutzutage mit Musik Geld zu verdienen, das war im letzten Jahrtausend noch deutlich einträglicher und einfacher. Wer sich heute für eine Musik interessiert, geht ins Internet sucht sich auf genannten Kanälen seine Lieblingsmusik und hört sie an – ganz einfach – aber, wer bezahlt die Musik? Ein kürzlich geführtes Gespräch mit einem jungen Mann öffnete uns die Augen, auf die Frage woher er die Musik auf seinem Handy hat kam die Antwort „die tausche ich mit meinen Schulkollegen“ und bei Nachfrage was er glaubt wer die Musik bezahlt, kam die Antwort „warum?“. Es scheint also vor allem der jüngeren Generation gar nicht klar zu sein, dass man für Musik auch etwas bezahlen muss, dass gute Musik viel Arbeit für den Künstler und sein Produktionsteam und die Musikindustrie bedeutet, Musik scheint für viele so etwas wie Freiheit zu sein, etwas worauf jeder Anrecht hat. So ist es eben nicht!

 

Bewusstseinsbildung für unsere Musik auf allen Ebenen

 

Um dieses Bewusstsein bei den Musik-Konsumenten zu schärfen, bemüht sich der VÖV gemeinsam mit der AKM und den Musikschaffenden die Konsumenten für dieses Thema zu sensibilisieren.  Dazu gehören unter anderem auch Bemühungen um mehr Musikunterricht in den Schulen, mehr Österreichische bzw. deutschsprachige Musik in Radio und TV, mehr Volksmusik – die ja die eigentliche Kultur in den Ländern widerspiegelt und um ein Selbstbewusstsein der Bevölkerung zu ihrer Sprache und ihrer Kultur zu stehen.

VÖV, Jess Robin

 

Musik fördert Wirtschaft

 

Auch die Wirtschaft ist gefordert hier ihren Teil dazu beizutragen, leben doch sehr viele Unternehmen im Umfeld der Musikindustrie von der Musik, man denke nur an die Veranstalter, die wiederum Tontechnikfirmen, Security-Unternehmen, Gastronomie und Tourismus große Umsätze bescheren oder auch Tourneen-Veranstalter, die Hallenvermietern, Technik- und Infrastrukturunternehmen oder auch dem Musik- und Instrumente-Handel zu hohen Umsätzen verhelfen. Die Umweg-Rentabilität von Musikveranstaltungen ist enorm hoch, das sollten sich die Verantwortlichen in der Wirtschaft und deren Vertretungen bewusst sein und entsprechend interessiert dem VÖV und dessen Interessen entgegnen.

Das alles geht aber nur gemeinsam und nicht gegeneinander – so sucht der VÖV den freundlichen Kontakt zu Politik und Wirtschaft als auch zu den Medien um für die Herausforderungen rund um den Erhalt und die Weiterentwicklung der deutschsprachigen Musik in allen Genres eine für alle Betroffenen zufriedenstellende und faire Lösung zu finden.

Quelle: SCHLAGERportal.com
Fotos: SCHLAGERportal.com

 

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