Herbststadl-2019

25.02.2015 07:00:23

CD Rezension: Gottfried Würcher - Gedankenspiel

Gottfried Würcher
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Pressefoto Viertbauer Promotion

Gottfried Würcher, Frontmann vom legendären Nockalm Quintett, präsentiert mit „Gedankenspiel“ sein 2. Soloalbum

Gottfried Würcher spricht damit nicht nur die eingefleischten Fans der überaus bekannten Musikgruppe an, sondern alle am deutschen Schlager Interessierte, die an hohen, einschmeichelnden Stimmen Gefallen finden. In den originellen Texten finden sich tatsächlich viele Gedankenspiele, die beweisen, dass sich der Interpret bzw. seine Texter wirklich Mühe gegeben haben, etwas Ausgefallenes, Anspruchsvolles hinter den Studiotüren zu produzieren. „Niemand macht mich high wie du“ ist eine zwar ungewöhnliche, dafür aber markige Liebeserklärung, in der der Protagonist der geliebten Frau versichert, dass selbst Powerdrinks und Drogen sein Herz nicht durch die Decke fliegen lassen könnten – das kann einzig und allein nur die ins Herz geschlossene Partnerin.


Gottfried Würcher
„Es gibt für alles ein erstes Mal“ erzählt die Geschichte eines verliebten Mannes, der seine neue Freundin nicht bedrängen möchte, die Nacht bei ihm zu verbringen, die dann zunächst ablehnt, aber später plötzlich unerwartet wieder auftaucht, nachdem ihr klar geworden ist, dass genau diese Nacht die richtige sein würde, um das „Erste Mal“ zu erleben. Natürlich gibt es noch viele weitere Liebeserklärungen auf der CD "Gedankenspiel", die jede Frau in den 7. Himmel katapultieren, etwa wenn es heißt: „Jeden Tag verlieb‘ ich mich in dich“, „Du lässt die Liebe wachsen wie ein Baum“ oder „Eine Frau wie du würde ich suchen, wenn ich sie nicht schon hätte.“

Friedl Würcher lässt seinen Gedanken freien Lauf!

Aber kann Gottfried Würcher auch anders: „Geh – deine Nähe tut so weh“ ist das genau Gegenteil von den Liebesbezeugungen und schildert die große Enttäuschung des Sängers, wenn es in der Beziehung überall kracht. „Now or never“ spiegelt die grundsätzliche Einstellung vieler Menschen wider, die alles sofort haben möchten und nicht bereit sind, auf ihr Glück zu warten. Doch die Moral von dieser Geschichte wird recht deutlich beim Namen genannt: Der Egoismus fordert seinen Preis und macht die Menschen unglücklich.

Gottfried Würcher überzeugt mit seinem „Gedankenspiel“

Der letzte Song auf dieser Scheibe ist im Dialekt gehalten, wenn es heißt: „Und irgendwonn wird’s wieder Tog“. Der einsame Mann in der Bar, der auf den neuen Morgen wartet, der ihm hoffentlich mehr Glück beschert. Ein klassisches Motiv, modern interpretiert.  Gottfried Würcher hat auf seinem Album flotte, manchmal sogar hämmernde Rhythmen mit sanften Balladen vermischt, sodass für jeden Musikgeschmack das Passende dabei sein müsste. Einige Titel hätten das Potenzial, zu Hits zu werden, und man kann gespannt sein, wie das 2. Solo-Album von den Schlager-Freunden aufgenommen wird. Die Qualität passt auf jeden Fall, damit sich die Scheibe in die Charts rollen kann.

Quelle: Schlagerportal.com/AS
Foto: Pressefoto/Viertbauer Promotion/Universal Music