13.03.2015 15:00:07

Claudia Jung: Ein "Seitensprung" zum 30. BĂŒhnenjubilĂ€um

Claudia Jung
Foto: 
Schlagerportal.com

Claudia Jung feiert 2015 ein ganz besonderes JubilĂ€um – 30 erfolgreiche BĂŒhnenjahre. Bisher lief es bei Claudia Jung „Alles nach Plan“ doch nun macht die SĂ€ngerin einen „Seitensprung“ – so der Album-Titel ihrer neuen CD. UnzĂ€hlige Hits hatte Claudia Jung in ihrer Karriere: „Stumme Signale“, „Domani lÂŽamore vincera“, „Atemlos“ oder „Göttergatte“ - doch dieses Mal prĂ€sentiert Claudia Jung Songs anderer bekannter Stars wie Elvis Presley, Olsen Brothers oder ABBA. Bei Florian Silbereisen in der Feste-Show „Die Besten im FrĂŒhling“ prĂ€sentiert Claudia Junge ihren „Seitensprung“. SCHLAGERportal hat mit Claudia Jung ĂŒber ihre neue CD, ihre Karriere und die VerĂ€nderungen im Musik-Business gesprochen.

 

Claudia Jung

 

Liebe Claudia du kannst auf 30 erfolgreiche BĂŒhnenjahre zurĂŒckblicken - was waren deine Highlights?

Das ist schwer zu sagen nach 30 Jahren, es gibt ja Gott sei Dank immer wieder welche. Damals, das erste Mal den eigenen Song im Radio zu hören - im Auto zu sitzen, irgendwo hinzufahren und dann
! Heute ist das relativ normal, aber ich freue mich immer wieder wenn ich unterwegs bin und fahre so durch die einzelnen BundeslĂ€nder in Deutschland oder Österreich und dann lĂ€uft im Landesstudio mein Titel – große Freude! Das ist dann immer so das kleine persönliche Tageshighlight. Aber auch Publikumspreise, die erste Tournee – jede Tournee, jedes Konzert ist fĂŒr sich genommen ein ganz besonderes Erlebnis, denn jedes Konzert ist anders und irgendwie speziell.

30 BĂŒhnenjahre und trotzdem hat man bei deinen Auftritten immer das GefĂŒhl es macht dir immer noch Spaß auf der BĂŒhne zu stehen – ist das so?

Ja mir schon! (lacht) Ich glaube das liegt einfach daran, dass ich ganz, ganz frĂŒh und schnell begriffen habe, dass es keinen Sinn macht Songs zu singen, die man selber nicht will, hinter denen man nicht steht. Das ist auch so ein bisschen das Geheimnis, oder was ich so bei diversen Kollegen erlebt habe, die sich quasi etwas haben ĂŒberstĂŒlpen lassen. Nicht unbedingt zu ihrem Nachteil im Gegenteil, oft haben da Produzenten und Plattenfirma durchaus einen richtigen Riecher. Da gibt es dann einen Riesen-Hit, aber was dann? Dann muss sich der KĂŒnstler mit diesem ungeliebten Titel, in dem er sich eigentlich nicht fĂŒhlt, muss er sich Zeit seines KĂŒnstlerlebens identifizieren - das kann mit der Zeit ziemlich an den Nerven zerren.

Das heißt fĂŒr dich ist es wichtig auf der BĂŒhne authentisch zu sein?

Absolut! Überall viel mit dreinreden, nichts dem Zufall ĂŒberlassen und auch nicht zu viel den anderen ĂŒberlassen. Immer mitreden und mitabsegnen, damit man selber das GefĂŒhl hat, das hast du selber mitentschieden.

 

Claudia Jung

 

Claudia Jung: Ich hab einen gewissen Wiedererkennungswert

 

Neues Album „Seitensprung“ – erzĂ€hle ein weinig!

Dieses Album ist grob zusammengefasst: HerzenswĂŒnsche! Songs die es schon gibt, wie auch meine aktuelle Single, die waren schon mal ein Riesenknaller fĂŒr sehr, sehr viele Menschen - weltweit teilweise - die hab ich mir einfach rausgepickt, weil sie mir besonders gut gefallen oder weil ich der Meinung bin der Song liegt mir auch. Meine Bestrebung war es diese Songs neu aufzunehmen, auf deutsch fĂŒr mein Publikum, mit meiner eigenen Note zu versehen und neu aufzubereiten.

Deine Single „Nicht nur eine Nacht“ ist zu 100 Prozent Claudia Jung, nur die Melodie erinnert an die Olsen Brothers. Wie geht man an so ein Projekt heran?

Ich glaube es kriegt einfach schon meinen Stempel, denn ich hab einen gewissen Wiedererkennungswert in der Stimme, der ist einfach da, dadurch kriegt es so diesen Stempel. Dann sind es die Texte, an denen man auch durchaus mich erkennen kann, mich identifizieren kann. Was die Musik angeht da bin ich ja relativ unbeteiligt, das machen ja meine Musiker, das macht mein Mann im Studio - aber immer so, dass es einfach einen modernen Sound hat, dass es in die heutige Zeit passt. Weil oft ist es ja so, wenn man so ganz alte Songs wie z.B. „CanÂŽt help falling in love“ von Elvis Presley hört, wurde schon zig Mal gecovert aber ich hab eigentlich nix bewegendes auf Deutsch gefunden. Diese alten Songs geben natĂŒrlich eine Richtung vor, aber man muss dann versuchen anders zu sein – einfach ein bisschen mehr Claudia Jung.

 

Claudia Jung: Eros Ramazzotti ist fĂŒr mich immer ein Highlight!

 

Du hast in deiner Karriere sehr viele Duette gesungen – man kann sagen ein Markenzeichen von Claudia Jung – gab es da einen Duett-Partner an den du dich besonders gerne zurĂŒck erinnerst?

 Jeder war auf seine Art ganz besonders, ganz anders! Aber es gibt natĂŒrlich so Dinge die sind total aufregend, wenn man mit Weltstars auf der BĂŒhne steht wie Cliff Richard oder Richard Clayderman. Von Cliff hat man viel mitnehmen können, was so die Gelassenheit angeht. Was wir niemals erwartet hĂ€tten, mein Mann auch nicht, der wirklich schon viele GrĂ¶ĂŸen vor dem Mikrofon hatte. Wir waren beide ein bisschen aufgeregt und es war so easy, so einfach mit ihm zu arbeiten, so charmant, so angenehm, so unkompliziert. Da gibt es andere Beispiele, wo ich mir mittlerweile so denke: je unbedeutender der KĂŒnstler, desto komplizierter ist er dann irgendwo.

Welche Musik hört Claudia Jung eigentlich privat?

So alte Sachen die mich immer aufhorchen lassen. Ich höre viel Country, höre aber genauso gerne Eros Ramazzotti – ist fĂŒr mich immer ein Highlight – Italo-Pop – da geht mir das Herz auf, macht einfach Spaß. Aber hie und da durchaus auch mal Kollegen! Ich sehÂŽ Roland Kaiser gerne auf der BĂŒhne, ich hör mir an wenn er ein neues Album macht – ist ein Muss. Genauso wie Howard, muss man einfach reinhören, man muss ja wissen was die Kollegen so treiben.

Was hat sich, deiner Meinung nach,  in den 30 Jahren im Musik-Business verĂ€ndert?

So vieles - wo fĂ€ngt man da an und wo hört man da auf? Es hat sich eigentlich alles grundlegend geĂ€ndert, nur die Menschen nicht. Sowohl die, die diese Art Musik machen, als auch die, die diese Musik konsumieren – die sind die gleichen geblieben. Die Fernsehlandschaft hat sich verĂ€ndert, wir haben viel mehr Fernsehsender und trotzdem ist weniger Platz fĂŒr Musikacts. Es gibt ganz, ganz wenige Fernsehsendungen in denen man neue Produkte prĂ€sentieren kann und da hat man es schwer - egal ob man Schlager, Volksmusik oder auch internationale Sachen macht. Aber man muss da gar nicht so viel jammern, man muss flexibel sein in der heutigen Zeit. Und die Leute die diese Art von Musik mögen, die suchen sich ihre Portale, wo sie an diese Musik kommen.

 

Quelle: Schlagerportal
Fotos: Schlagerportal.com
Autor: SCHLAGERportal

 

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden!
Artikel die dir auch gefallen