Schlagerzelt

15.11.2012 09:00:42

Kastelruther Spatzen: „Wir wollen weiterhin mit unserer Musik den Menschen Freude bereiten...“

Die Kastelruther Spatzen waren die umjubelten Stars des Musikantenstadls am Samstag in der Olympiahalle in Innsbruck (5,11 Mio. Zuschauer allein in Deutschland, 660.000 in Österreich und 368.000 in der Schweiz), das Publikum hat ihren Live-Auftritt geradezu mit Begeisterungsstürmen begleitet: Die Kastelruther Spatzen haben in der Show von Andy Borg souverän bewiesen, dass sie nicht nur jeden ihrer 13 Echos verdient haben, sondern sich auch selbst treu geblieben sind, so wie ihre Fans sie seit vielen Jahren als erfolgreiche Volksmusikanten hautnah und live erleben dürfen. Im Gespräch mit SCHLAGERportal.com spricht Sänger Norbert Rier (52) offene Worte.

Norbert Rier


Norbert Rier sind die Gründe für die Nestbeschmutzung durch den ehemaligen Produzenten unerklärlich: „Ich habe keine Ahnung, was der Auslöser sein könnte.  Aber er ist ein Typ, der immer gern über andere hergezogen, sie total kritisiert und durch den Dreck gezogen hat. Mir persönlich hat das nie gefallen. Dieser Hass und diese Gemeinheit, die hinter seinen Vorwürfen stecken, werden ihm sicherlich kein Glück bringen. Ich verstehe nicht, warum er sich und auch seiner Familie das antut.“ Gerade in Zeiten wie diesen, empfindet Rier, sei es wichtig, die Familie hinter sich stehen zu haben, mit einem starken Rückhalt, „wo man Kraft tanken kann“.

Zu den Vorwürfen, die Kastelruther hätten nie live im Studio gespielt, verweist Norbert Rier auf die allerersten Aufnahmen (u.a. „Das Mädchen mit den erloschenen Augen“), bei denen er teilweise selbst noch Schlagzeug gespielt habe. Dann aber - mit zunehmendem Erfolg  -   habe es geheißen, man müsse die Arbeit im Studio optimieren und Studiomusiker hinzuziehen. Da könne man technisch einiges machen, zum Beispiel Gitarren mehrfach aufspielen, nacharbeiten, schleifen, bis es passe. Bei Live-Konzerten aber zeige sich „das wahre Gesicht“. Und hier geben sich die Kastelruther kritikresistent, weil sie als Profimusiker schon immer live auf ihren unzähligen Konzerttourneen und Auftritten gespielt haben.

Kastelruther Spatzen

„Welch’ tiefes Loch tut sich da auf, dass jemand zu solchen Dingen fähig ist?“, fragt sich Norbert Rier und macht aus seiner Enttäuschung über seinen ehemaligen Produzenten keinen Hehl. Es tue weh, Menschen, die einem vertraut waren, zu erleben, wie aus ihnen Hass und Neid herauskomme. „Irgendwie tut er mir leid, weil er offensichtlich derart total am Boden zerstört sein muss, dass er nicht mal Rücksicht auf seine Familie nimmt. Aber leider Gottes ist es so im Leben, die Kastelruther Spatzen werden auch das durchstehen“, sagt der Frontmann der Kastelruther Spatzen mit Blick auf die Zukunft.

Den Grund für den langjährigen Erfolg der Gruppe sieht Norbert Rier darin, dass die Gruppe langsam gewachsen sei, zunächst auf Zeltfesten, Hochzeiten und kleineren Partys gespielt habe. Wer langsam wachse, sei widerstandsfähiger und entscheidend sei am Ende immer, „dass jeder versucht, sein Bestes zu geben.“ Letztlich entscheide das Publikum und ohne Fans gehe nun mal gar nichts. Zur Philosophie der Kastelruther Spatzen passt gerade in diesen Tagen der Titelsong ihres neuen Albums, der bezeichnenderweise „Leben und leben lassen“ heißt.
 

Quelle: Schlagerportal.com
Foto: Schlagerportal.com

 

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