Schlagerzelt

10.07.2013 08:00:21

Maxi Arland: „Ich sehe mich als Entertainer!“

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milan media/Manfred Esser

 

Maxi Arland spielt nur bereits seit 20 Jahren in der Championsleague der Fernsehunterhaltung mit. Seine eigenen Samstagabendshows gehören zu den beliebtesten und meistgezeigten Musiksendungen. Auch live ist Maxi Arland ein echter Publikumsmagnet. Seine Konzerte, Open Airs und Tourneen sind ausverkauft, seine CDs heißbegehrt. Die Karriere von Maxi Arland begann bereits im Alter von zwölf Jahren. Der große Durchbruch gelang 1994 mit dem Sieg des internationalen Grand Prix. Seit 2002 beweist der 32-jährige als Sänger und Komponist sein Talent und begeistert sein Publikum in allen Generationen.

Sehr wichtig ist Maxi Arland auch sein soziales Engagement. Seit 2011 ist er SOS-Kinderdorf-Botschafter und Pate des Hamburger Vereins „Wege aus der Einsamkeit“. Zudem ist er Mitglied des Charity Golf Clubs „Eagles“, der mit Hilfe seiner prominenten Spieler seit vielen Jahren Millionen von Spendengeldern sammelt. Das Online-Musikmagazin SCHLAGERportal.com hatte die Möglichkeit mit Maxi Arland exklusiv über sein Verhältnis zu Peter Alexander, seinen Traum von einer Weltreise und sein 20-jähriges Bühnenjubiläum zu sprechen.

 

Lieber Maxi, wir freuen uns sehr, dass du heute exklusiv für die SCHLAGERportal.com-Freunde Frage und Antwort stehst. Wie geht‘s dir im Moment?

Sehr gut! Zurzeit bin ich viel unterwegs. Außerdem arbeite ich gerade mit einem neuen Team an meinem Album und bereite mein Jubiläums Open Air im August vor. Zusätzlich führe ich spannende Gespräche zu einer ganz neuen Sendereihe. Aber dazu kann ich momentan noch nicht mehr verraten - nur so viel: es wird eine dicke Überraschung!

Moderator, Schlagersänger, Musiker, Texter - als was siehst du dich am ehesten und warum?

Ich sehe mich gerne als Entertainer, da für mich alles zusammen gehört. Die Zuschauer wollen einfach gut unterhalten werden und das vielfältig. Mir macht es Spaß, durch meine TV-Shows und Konzerte zu führen, neue Ideen einfließen zu lassen, Musik zu schreiben und auf der Bühne eine große Bandbreite zu zeigen á la Schlager, Musical oder Swing. Das gefällt nicht nur mir, sondern auch dem Publikum.

Auf deiner Homepage ist zu lesen, dass du nun bereits seit gut 20 Jahren in der Championsleague der Fernsehunterhaltung spielst. Im übertragenen Sinne: was glaubst du, auf welcher „Position“ spielst du hier?

Da ich für meine neue Sendung ins Tor musste, weiß ich, dass das sicherlich nicht meine Position wäre - ich hab viel zu viel Angst vor dem Ball (lacht). Wenn dann wäre ich Stürmer, da ich schon gerne nach vorne gehe und Tore schießen will. Aber ohne eine gute Mannschaft ist der Stürmer verloren.

Rückblickend, war es vor 20 Jahren einfacher den Hörern die volkstümliche Musik näher zu bringen?

Ich nenne die Musik, die ich mache, Unterhaltungsmusik, denn es ist mein Ziel, Menschen zu unterhalten. Vor 20 Jahren gab es eine ganz andere Musiklandschaft als heute. Damals spielte jeder zweite Radiosender deutsche Musik. Natürlich konnte man so ein größeres Radio-Publikum erreichen als heute. Das hat sich zum Leid vieler Fans sehr stark verändert. Und dennoch kann man mit gut gemachter Musik immer noch viele Menschen erreichen, schließlich entwickelt sich die Musik weiter und mit ihr Musiker, wie ich.

Was hältst du von Leuten wie Heino, die versuchen volkstümliche Rhythmen mit aktuellen Texten zu verbinden, so wie er es auf seinem letzten Album interpretiert hat?

Ich finde, das ist die beste Idee die Heino jemals hatte. Mit seinem Kultstatus und einer klugen PR-Taktik hatte er die Möglichkeit zu polarisieren und das ist ihm mit diesem Album im besten Sinne gelungen. Hut ab! Gute Ideen werden belohnt und die besten schaffen es in die Charts.

Mit Beatrice Egli hat es nun endlich auch eine Schlagersängerin, in einer renommierten Castingshow, geschafft diese zu gewinnen. Was glaubst du bedeutet dies für den deutschen Schlager?


Deutscher Schlager ist schon lange salonfähig und wieder richtig in. Durch den Sieg von Beatrice Egli und ihre Auftritte bei RTL ist dies nun für viele ins Bewusstsein gerückt worden und hat so manchen sicherlich auf den Trichter gebracht.

Hast du Vorbilder in der Branche?

Ich bin ein großer Fan von Udo Jürgens und Peter Alexander, aber ich will sie keinesfalls kopieren. Wenn mich jemand fragt, was ich gerne im Fernsehen mache, dann antworte ich: "Das, was Peter Alexander früher gemacht hat, nur in die heutige Zeit adaptiert." Musikalisch ist Udo Jürgens einer der ganz Großen, die sich immer wieder neu erfunden haben und sich dennoch dabei treu geblieben sind.

Auf einem deiner vielen Alben interpretierst du die Hits von Roy Black. Was verbindet dich mit ihm und seiner Musik?

Mein Opa entdeckte Roy Black in den 60er Jahren und schrieb seine größten Hits wie "Ganz in weiß" oder "Du bist nicht allein". Durch meinen Opa sind wir irgendwie miteinander verbunden, ohne dass ich ihn näher kennengelernt habe. Aber wenn ich seine Lieder singe, merke ich, wie ähnlich ich ihm als Sänger bin und wie gerne das mein Publikum hört. Das berührt mich immer wieder.

Was leider oft untergeht: du bist auch sozial sehr stark engagiert. Seit 2011 bist du SOS-Kinderdorf-Botschafter und Pate des Hamburger Vereins „Wege aus der Einsamkeit“. Magst du unseren SCHLAGERportal.com-Lesern  Näheres zu den Projekten erzählen?

Sehr gerne. Es war immer mein größter Wunsch, mich für die Jüngsten der Gesellschaft einzusetzen, da ich selbst eine wunderbare Kindheit hatte. Kinder sind ja nicht nur unsere Zukunft, sondern vor allem Gegenwart und diese sollen die Kleinen so schön wie möglich haben. Die Arbeit der SOS-Kinderdörfer hat mich dabei einfach überzeugt. Zudem engagiere ich mich für "Wege aus der Einsamkeit". Der Verein trägt dazu bei, dass sich alte wie junge Menschen in Deutschland, auf eine lange Lebenszeit freuen dürfen, und die Möglichkeit haben, ihr Leben dauerhaft selbst zu gestalten. Ein ehrenwertes Ziel, für dass sich die Gründerin, Dagmar Hirche, mit ganzem Herzen einsetzt. Das ist großartig und ich unterstütze diesen Verein mit meiner medialen Aufmerksamkeit, wo ich nur kann. Das ist auch eine Art Profilaxe - schließlich werde ich ja auch mal alt.

Ab Oktober bist du mit Anita & Alexandra Hofmann und dem Deutschen Showballett Berlin mit dem „Wunderland der Träume“ auf Tournee. Welche Träume hat Maxi Arland noch?

Ich bin eigentlich sehr glücklich und dankbar für mein Leben und meine Karriere, sodass ich mir ganz bescheiden wünschen möchte, dass es Maxi Arland auch in zehn Jahren noch im TV, auf CD und auf der Bühne geben soll. Privat träume ich von einer Weltreise.

Bereits im August feierst du in Rathenow  - im wunderschönen Brandenburg -  mit dem „Maxi Arland Open Air“ ganz offiziell dein 20-jähriges Bühnenjubiläum. Viele Kollegen, wie z.B. Semino Rossi, die Amigos, Gaby Albrecht, Patrick Lindner, Anita & Alexandra Hofmann, dein Vater Henry und Michael Hirte feiern mit. Auf was oder wen freust du dich dabei ganz besonders?

Ich freue mich vor allem, dass so viele großartige Kollegen zugesagt haben, meine Charity-Aktionen mit diesem Benefizkonzert  zu unterstützen und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam ein großartiges Programm auf die Beine stellen werden. Das Konzert ist fast schon ausverkauft!

Gibt es etwas an dass du dich ganz besonders gerne zurückerinnerst?

An meine ersten Schritte in der Showbranche - das war das berühmte "Blutlecken".

Herzlichen Dank für das nette Interview. Dir für deine Zukunft auch weiterhin alles Liebe und Gute. Feiere schön!

Ich möchte mich bei allen Fans ganz herzlich für die Treue bedanken und hoffe, bei SCHLAGERportal.com noch viele neue Fans dazugewinnen zu können. Servus, Euer Maxi Arland!

Quelle: Schlagerportal.com/CK
Foto: milan media/Manfred Esser