10.01.2013 07:00:30

Leo Rojas: „Dieter Bohlen hat an mich geglaubt“

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Schlagerportal.com

Leo Rojas – er wurde durch sein Panflötenspiel zum Supertalent gewählt und damit über Nacht bekannt. Seine erstes Album „Spirit of the Hawk“ wurde bereits vergoldet, sein neues Album heißt „Fleying Heart“ und ist vor kurzem erschienen, dazu und zu seinem Erfolg hat SCHLAGERportal.com mit Leo Rojas in einem Interview gesprochen.

Leo Rojas

Lieber Leo, Dein neues Album heißt „Flying Heart“, was kannst Du uns dazu erzählen, welche Songs sind auf dem Album?

Wir haben uns entschieden Songs auf das neue Album zu geben, die gut mit der Panflöte in meinem eigenen Stil zu interpretieren sind, denn jeder Song ist für die Panflöte ja nicht geeignet. Wichtig ist für mich natürlich auch viel, viel Gefühl. Und bei einigen Songs sagt schon der Titel viel aus „Circle of Life“ – „Kreis des Lebens“ – wir sollen diesen Lebenskreis immer in Frieden leben. Oder der „Earth Song“ von Michael Jackson,  da hat er auch versucht zu sagen: Achtung das ist unser Planet unser Zuhause. Ich lasse mich gerne von Mutter Erde inspirieren, das ist unser Zuhause, aus der Natur schöpfe ich auch meine Kraft.

Wie ist es zum Namen des Albums gekommen?

Das ist eine schöne Geschickte, als wir uns für das zweite Album entschieden haben, ist Dieter zu mir gekommen und hat mich gefragt, wie ich die neue CD nennen möchte. In dieser Zeit habe ich zuhause bei mir einen romantischen, melancholischen Song komponiert und ich hatte das Gefühl das ist ein „volar corazon“. So habe ich zu meiner Frau gesagt, wie könnte man „volar corazon“ auf Deutsch oder Englisch übersetzen – und so kam es zu „Flying Heart“, zum neuen Albumtitel. Und sollte ich noch die Chance bekommen ein drittes Album machen zu können, würde ich gerne diese eigene Komposition auf die CD geben, das wäre toll.

Bist Du romantisch und wie geht es Dir vor Deinen Auftritten?

Ja ich bin sehr romantisch, melancholisch – wenn ich spiele schließe ich meine Augen und lasse mein Herz singen, da höre ich auf meinen Herzschlag. Vor meinen Auftritten bin ich immer nervös, aber ich glaube das gehört dazu.


Leo Rojas

Im vergangenen Jahr hast Du bereits ein Album veröffentlicht,  „Spirit of the Hawk“,  im selben Jahr ein 2. Album – warum bist Du so fleißig?

Ja sicher es ist viel Arbeit, aber mein Produzent Dieter Bohlen hat mir Gott sein Dank diese Chance gegeben, er hat an mich geglaubt, da kann ich nicht zuhause sein und auf dem Sofa liegen,  ich muss jetzt fleißig sein. Ich bin dankbar für diese Chance, früher habe ich von so einer Chance nur geträumt. Natürlich nehme ich mir mal auch ein wenig Auszeit, aber es wäre mein Wunschtraum mein ganzen Leben Musik machen zu können. Mein Herz wird immer sagen: ich möchte Musik machen!

Wo hast Du eigentlich das Spielen der Panflöte gelernt?

Als ich 12 Jahre alt war habe ich begonnen Flöte zu spielen, aber mein Interesse war nicht so groß. Aber als ich nach Europa kam, war es oft schwierig für mich und da habe ich andere Künstler spielen gesehen und mir gedacht warum nicht und ich habe auch begonnen - ich musste auch von irgendwas leben. Ich habe das Spielen der Panflöte erst hier in Europa perfektioniert. Ich gebe zu, dass es bessere Panflötenspieler gibt als mich, das ist aber nicht die große und die wichtige Sache, man muss nicht zeigen wie man gut spielt, sondern man muss sein Herz spielen lassen.

Du bist 2011 zum Supertalent gewählt worden, bist mittlerweile als Musiker sehr erfolgreich – wie gehst Du mit Deiner Bekanntheit und Deinem Erfolg um?

Ja natürlich, das war eine große Wendung, aber eine sehr schöne - ich bin aber der gleiche Leo wie vor Supertalent. Ich habe auch nicht mit so einem Erfolg gerechnet, gar nicht.

In der Sendung Supertalent hast Du immer betont, dass Du bei einem Gewinn, Deine Familie in Deiner Heimat unterstützen möchtest – ist Dir das bereits gelungen?

Es ist immer noch ein großes Ziel für mich, aber es ist nicht so einfach. In der Erinnerung an meine Kindheit, wie meine Mutter sich sehr viel um uns gekümmert hat, damals habe ich das noch gar nicht so gemerkt wie viel meine Mutter für mich getan hat, es war für sie nicht immer einfach – ich möchte dass meine Mutter heute nicht mehr über Geld nachdenken muss, dass meine Mutter Ruhe hat, das ist mein Ziel. Ich plane heuer auch nach Ecuador zu fahren und dann werden wir mit der Familie in Ruhe alles planen - der Gewinn vom Supertalent war ja auch nicht steuerfrei.

Was wünscht Du Dir für die Zukunft?

In Deutschland legal zu leben, es ist meine zweite Heimat geworden und ich fühle mich hier sehr, sehr wohl.

Quelle: Schlagerportal.com
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