25.02.2013 07:00:55

Dominik Ofner: „Ich bin ein Mensch mit zwei Gesichtern“

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Schlagerportal.com

 

Dominik Ofner - ein junger talentierter Musiker, der sich seine Lieder zum Großteil selbst schreibt. Entdeckt wurde Dominik Ofner bei der Casting-Show „Die Große Chane“ – ein Sprungbrett für Musiktalente. Derzeit ist er mit seinem ersten Album „Zwoa“ am Start. SCHLAGERportal.com hat Domink Ofner in einem Interview dazu befragt.

 

Dominik Ofner

Dein erstes Album heißt „Zwoa“ – übersetzt Zwei – warum Zwoa wenn es doch Dein erstes Album ist?

Da gebe ich Dir Recht! Das Album heißt Zwoa, weil auf dem Album immer eine zweite Person angesprochen wird, wie z.B. die Beziehung zu meiner Frau oder zu meinen Eltern, aber es heißt auch Zwoa weil ich ein Mensch mit zwei Gesichtern bin, einmal der mit Ziehharmonika die für Halli-Galli steht, und dann der mit der Gitarre die für ruhigere Songs, Balladen steht. Wenn man das Album anhört wird man feststellen, dass sehr unterschiedliche Musikrichtungen am Album sind: von Rock, Austropop bis hin zu Hüttenkrachern, das ist auch ein Grund warum das Album Zwoa heißt, einmal willst eine Gaudi in einer Apres Ski Hütte haben und dann bist lieber zu Hause im Stillen.

Die erste Single Auskopplung „Liab mi oder Loss mi“ kommt aus der Feder von Seer-Boss Fred Jaklitsch – freut Dich das?

Ich bin echt froh, dass ich mit dem Fred Jaklitsch einen gefunden habe, der mich versteht und mir das Lied „Liab mi oder Loss mit“ geschrieben hat, weil ich glaube das ist mir perfekt auf dem Leib geschneidert.

Dir sind Texte besonders wichtig, was möchtest Du damit erreichen, haben die Geschichten in Deinen Liedern mit Dir persönlich zu tun?

Die meisten meiner Lieder sind doch autobiografisch, mir ist wichtig, dass eine Geschichte dahintersteckt die jeder gleich versteht, dass es auf den Punkt gebracht wird und jeder gleich weiß um was es geht.

Du bist Steirer, einige Titel sind in Mundart – stoasteirisch – verfasst  glaubst Du, dass das jeder verstehen kann und ist es überhaupt notwendig alles genau bei einem Lied zu verstehen?

Nein ich glaub nicht, dass man jeden Text gleich zu 100 Prozent verstehen muss, dass kommt dann eh im Zusammenhang heraus und man weiß dann um was es geht. Ich spreche nicht so super Englisch aber mir gehen Englische Lieder auch unters Herz und da versteh ich auch nicht alles, Musik soll einfach berühren.


Dominik Ofner

Andreas Gabalier hat mit Mundart-Texten eine Mega Karriere hingelegt – ist er ein Vorbild für Dich, hat er Dich zum Musik machen inspiriert?

Nein eigentlich gar nicht, ich bin der Dominik Ofner und mache meine Musik. Der Andreas Gabalier oder der Hubert von Goisern die machen ihre, ich finde die Musik auch gut, aber Dominik Ofner hat seinen eigenen Stil.

Das Album hat  auch Austropop Einflüsse, was beeindruckt Dich am Austropop  und hast Du da auch ein musikalisches Vorbild?

Bei uns am Land wird extrem viel Austropop gespielt, ich bin damit auch aufgewachsen, ich höre mir Ambros, Fendrich, Danzer sehr gerne an.  Am Wolfgang Ambros fasziniert mich einfach, dass seine Lieder einfach Texte haben, was im richtigen Leben passiert, vielleicht klappt es einmal und ich kann den Wolfgang Ambros die Hand schütteln, dass wäre echt super – die drei sind einfach die großen der Austropop-Szene.  Mit eingebunden aber auch der Hubert von Goisern mit der Steirischen, der ist für mich auch eine Austropop-Größe.

Wie bist Du überhaupt zur Musik gekommen?

Ich habe mit 5 Jahren mit Flöte begonnen, das war damals der Wunsch meiner Eltern, gar nicht meiner. Dann hat meine Oma aus Wien mir eine Ziehharmonika spendiert und ich habe angefangen in die Musikschule zu gehen, um das Harmonika spielen zu lernen. Wie mein Papa dann gestorben ist, habe ich dann aufgehört und erst wieder in der Musikhauptschule damit angefangen.

Du bist quasi bei einer Casting Show entdeckt worden, wie stehst Du generell zu Casting-Shows?

Ich habe das als Chance gesehen, ich habe natürlich nicht gewusst was da auf mich zukommt, ich wollte da mitmachen - einfach deshalb, weil vielleicht hört mich jemand, der mir dann weiterhelfen kann und das ist zum Glück ja auch eingetreten.

Wer oder was ist der Nero-Ofi?

Das ist mein Spitzname von meiner ersten Krampusgruppe die Nero-Diabolos, so ist das gekommen. Ich wollte aber nie unter diesem Namen Musik machen, da bin ich der Dominik Ofner – das bin ich.

Was bedeutet für Dich Musik?

Musik ist für mich mein Leben,  wenn man mir die Musik wegnehmen würde, da würde ich versumpern. Für mich ist Musik immer dabei, ich stehe in der Früh auf und als erstes gibt es Musik, ich brauche die Musik.

Quelle: Schlagerportal.com/BM
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